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Hochsee-Trimaran havariert im Atlantik

Beim Rennen von Quebec nach St. Malo ist der Trimaran MOD70 Musandam-Oman Sail auf hoher See gekentert. Die Crew scheint in Sicherheit

  • Marc Bielefeld
 • Publiziert am 18.07.2016

Oman Sail MOD70 "Oman Sail"

In den frühen Morgenstunden am Sonntag musste die Mannschaft des über 20 Meter langen Trimarans aufgeben, als ihr riesiges Boot kenterte. Das Malheur geschah offenbar bei starkem Wind und hohen Wellen und ereignete sich 450 Seemeilen östlich der kanadischen Küste auf dem Atlantik. Die fünf Crew-Mitglieder mussten den Trimaran, der vom Franzosen Sidney Gavignet geskippert wird, sich selbst überlassen. Ein Frachtschiff nahm die Mannschaft auf und bringt sie derzeit zurück an die kanadische Ostküste. Niemand scheint verletzt.

Das Rennen über den Atlantik war am 10. Juli in Quebec gestartet, nach knapp 3000 Seemeilen werden die ersten Boote demnächst im französischen St. Malo erwartet. Der MOD70 von Oman Sail treibt derweil noch immer in den Wellen. Das Team an Land erörtert nun die Möglichkeiten, den verwaisten 70 Fuß langen, 29 Meter hohen und 6,3 Tonnen schweren Trimaran zu bergen und abzuschleppen. Die Aktion könnte sich lohnen. Multihull-Racer dieses Kalibers kosten um die 3,5 Millionen Euro pro Stück, sie zu segeln verschlingt rund zwei Millionen Euro pro Jahr.


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Themen: AtlantikHavarieKenterungMOD70SeenotTransatTransat Quebec St. Malo

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