Neue Hochseeregatta
Helgoland–Brest: "eine der anspruchsvollsten Seeregatten"

Die SKWB veranstaltet eine neue Hochseeregatta durch eines der weltweit schwierigsten Seegebiete. Start ist Mitte September, die Anmeldung beginnt

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 16.08.2017
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YACHT/B. Scheurer Helgoland–Brest: "eine der anspruchsvollsten Seeregatten"

Die Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" e.V. (SKWB) richtet in Kooperation mit dem Deutschen Touring Yacht-Club e.V. (DTYC) die neue Hochseeregatta Helgoland–Brest aus. Start für die international ausgeschriebene Regatta ist der 17. September 2017.

"Es war an der Zeit für eine neue seglerische Herausforderung", sagt Michael Rapp, SKWB-Vorsitzender. "Seit Dekaden gibt es die einschlägig bekannten Hochseeregatten, und nichts Neues ist dazugekommen! Helgoland–Brest wird durch Länge und Route auf Anhieb eine der anspruchsvollsten Hochseeregatten überhaupt."

Innerhalb von maximal fünf Tagen werden von den teilnehmenden Hochseeyachten 700 Seemeilen gesegelt.

Google Earth Die ungefähre Route von Helgoland nach Brest

Die Regatta führt über die offene Nordsee, durch den Ärmelkanal, eine der meistbefahrenen Meerengen der Erde, und wird damit deutsche, holländische, britische und französische Gewässer berühren. Neben der hohen Verkehrsdichte innerhalb des Seegebiets werden die Teilnehmer auf einen Tidenhub von bis zu zwölf Metern und einen Tidenstrom von bis zu acht Knoten treffen. Daneben kann der beginnende Herbst mit Stürmen und Nebel die Teilnehmer vor weitere Herausforderungen stellen.

Der Veranstalter rechnet mit einem Teilnehmerfeld von sechs Yachten.

Die Teilnehmer der Regatta werden am frühen Abend des 15. September 2017 in Bremen verabschiedet. Die jährliche Wettfahrt der Hochseesegler aus Hamburg und Bremen um die "Ansgarkette" wird in diesem Jahr im Rahmen von Helgoland–Brest stattfinden. Gleichzeitig ist Helgoland–Brest in diesem Jahr auch Zubringerregatta für die Atlantic Anniversary Regatta (AAR) des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) aus Hamburg, die am 25. November 2017 ab Lanzarote startet.

Die Regatta wird nach Time on time offshore ausgewertet. Die Wettfahrtleitung wird bei entsprechender Beteiligung nach ORC International vermessene Yachten in Gruppen einteilen, die nach ORC-Club gewertet werden. Die Sicherheitskategorie wird Isaf Cat 2 sein.

Eine detaillierte Ausschreibung und Segelanweisung befindet sich auf www.skwb.de .

Interessenten können sich an diesen Kontakt wenden.

Nord-Süd-Kooperation

Die SKWB und der Deutsche Touring Yachtclub e.V. (DTYC) haben Anfang des Jahres den Beginn einer langfristig angelegten Kooperation bekanntgegeben. Ziel dieser Partnerschaft ist die gemeinsame Förderung der seglerischen Ausbildung in den Bereichen Jugend, Hochsee- und Regattasegeln, Seemannschaft sowie die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung von Regatten.

Der DTYC, der seinen Sitz in Tutzing am Starnberger See hat, stellt die Förderung des Regattasports für jede Altersgruppe in gezielt ausgesuchten Bootsklassen in den Vordergrund seiner Aktivitäten. Das Angebot des Vereines reicht vom "Opti" über aktuelle Jollenklassen, Sportboote bis hin zu Traditionsklassen. Der DTYC ist Ausrichter zahlreicher nationaler und internationaler Meisterschaften und kann darüber hinaus auch auf zahlreiche Erfolge bei Olympia und in der Segelbundesliga zurückblicken.

Die SKWB, mit Sitz in Bremen, bietet mit ihren Hochseeyachten "Wappen von Bremen" und "Bank von Bremen" ideale Voraussetzungen zum Segeln auf hoher See. Bei den Langfahrten sowie nationalen und internationalen Seeregatten stehen die praktische Ausbildung und das Erlernen der dazugehörigen Seemannschaft im Mittelpunkt. Fahrtenziele liegen auf allen Kontinenten und auch in der Arktis. Die SKWB blickt auf eine lange Tradition von Reisen zurück, welche mit den begehrten Preisen des Hochseesegelsports ausgezeichnet wurden.

Die Vorsitzenden der Vereine, Wolfgang Stückl, Christian Teichmann, beide DTYC, und Michael Rapp, SKWB, sind überzeugt davon, dass die Kernkompetenzen beider Vereine sich ideal ergänzen, um so das breite Spektrum des Segelsportes für die Mitglieder beider Vereine bestmöglich abzudecken. Da beide Vereine über eine große Jugendabteilung verfügen und zudem in der ersten Segel-Bundesliga segeln, ergeben sich auch hier hervorragende Ansatzpunkte für eine gemeinsame Zusammenarbeit im Bereich Ausbildung, Training und Leistungssegeln.

So wird eine Crew aus beiden Vereinen das diesjährige Nord-Stream-Race auf Yachten vom Typ Club Swan 50 mitsegeln.

Die Partnerschaft mit beiderseitigem Gastrecht gibt den Mitgliedern beider Vereine bei Besuchen einen Anlaufpunkt sowie logistische und technische Hilfe und teilweise auch Übernachtungsmöglichkeiten (DTYC). Immer garantiert es freien Zugang zu Häfen oder Clubhäusern, soweit vorhanden, und das vergünstigte Segeln auf den Vereinsbooten und Yachten der Partnervereine.


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Themen: BrestDTYCHelgolandHochseeregattaSeesegelnSKWB

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