Caribbean 600
Heißer Showdown auf klarem Wasser

Die RORC Caribbean 600 ist zu Ende. Die 600 Seemeilen lange Hetzjagd durchs Paradies war von starkem Wind und Bruch begleitet

  • Bendix Hügelmann
 • Publiziert am 22.02.2013

kevinjohnsonphotography.com Nasser Ritt auf dem Canting-Keeler und endlich am Ziel: Crew der "Privateer"

Geschafft! Überglücklich hält die Crew der Cookson 50 "Privateer" das Banner der soeben erfolgreich beendeten Caribbean-600-Regatta vor das Objektiv des Fotografen. Noch ist es keine künstliche Siegerpose, sondern reine Freude über das Ankommen. Denn: Die diesjährige Auflage der karibischen Inselwettkreuzfahrt hatte es in sich – schon am Start Böen von über 30 Knoten und dazu ein entsprechender Seegang.

Ted Martin/www.photofantasyantigua.com/ Die Cookson 50 "Privateer" hoch am Wind. Im klaren Wasser der Karibik deutlich zu sehen: der nach Luv geholte Kiel

Zerrissene Segel, gebrochene Masten

Die deutsche "Haspa Hamburg" fiel bereits kurz nach dem Start mit einem zerrissenen Großsegel aus, auf dem 100-Fußer "Liara" kam bereits auf der Startkreuz gar die Palme von oben. "Wir hatten einen guten Start", so "Liara"-Crewmitglied Nat auf der Homepage der Caribbean 600. "Nach zwei Wenden jedoch kam das Rigg von oben. Wochen der Vorbereitung und der harten Arbeit – in Sekundenbruchteilen zunichte gemacht." Alle Crewmitglied des 30-Meter-Dixon-Designs blieben unverletzt. Keine Selbstverständlichkeit auf einer 70-Tonnen-Yacht.

Der weitere Rennverlauf blieb den Bedingungen entsprechend spektakulär. Der 63-Fuß-Trimaran "Paradox" verfehlte den Multihull-Streckenrekord zwar um 11 Minuten und 47 Sekunden, konnte sich jedoch gegen den 100-Fuß-Canting-Keel-Maxi "ICAP Leopard" nach gesegelter Zeit durchsetzen. Nur 40 Stunden, 20 Minuten und 33 Sekunden benötigte der graue Multihull und war damit gut fünf Stunden schneller als "ICAP Leopard".

RORC/Tim Wright/Photoaction.com Die JV 72 "Bella Mente" von Hap Fauth – nach IRC knapp geschlagen

"Varuna" vorn mit dabei

Das eigentliche Rennen nach IRC war zu diesem Zeitpunkt noch voll im Gange: Hap Fauths Neubau "Bella Mente", ein 72-Fuß-Mini-Maxi aus der Feder von Judel/Vrolijk galt schon vor dem Start als haushoher Favorit für den entscheidenden Sieg. Am Ende fehlten 10 Minuten und 21 Sekunden nach berechneter Zeit auf die Cookson 50 "Privateer", die mit ihrem Sieg über alles erneut die Leistungsfähigkeit des mittlerweile fast zehn Jahre alten Canting-Keel-Designs unter Beweis stellte. Die deutsche Hoffnung "Varuna" hielt sich mit einer souveränen Leistung in den Top Ten und beendete die Caribbean 600 mit einem hervorragenden sechsten Platz.

RORC/Tim Wright/Photoaction.com "Varuna" hoch am Wind. Nach einem starken Rennen kam sie auf Platz sechs

Ergebnisse


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Themen: Bella MenteCookson 50IRCKER 51Mini-MaxiPrivateerRORCRORC Caribbean 600Varuna

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