121. Travemünder Woche
Hattrick für Jan Kurfeld

Dritter Erfolg im olympischen Finn-Dinghy

  • Ulrike Schreiber
 • Publiziert am 28.07.2010

Marina Könitzer Travemünder Woche Jan Kurfeld gewinnt zum dritten Mal die Travemünder Woche

Die Travemünder Woche nahm am Dienstag für einige Bootsklassen ein abruptes Ende. Mangels Wind erklärte Wettfahrtleiter Walter Mielke schon mittags den Abschluss von 13 Wettfahrtserien. Im Finn-Dinghy gewann Jan Kurfeld.

Bei den ebenfalls olympischen 470ern dominierten die Weißrussen Daniil Adzintsov/Kiryl Meyer und siegten vor Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff aus Langenfeld. In den weiteren sieben Klassen, die am Dienstag, 27. Juli, zur Siegerehrung gerufen wurden, durften vier weitere deutsche Crews die größten Pokale abholen. Für die Hobie-Katamarane gab es in sieben Disziplinen EM-Trophäen.

Für Jan Kurfeld war die Absage weiterer Wettfahrten angesichts der glatten See die richtige Entscheidung: „Ich wäre gern noch weitergesegelt, aber für die Flaute kann keiner was. Und die Wettfahrtleitung hat mit ihren Einschätzungen in diesen Tagen stets richtig gelegen“, sagte der 22-Jährige, der sich nach den Erfolgen in den Jahren 2008 und 2009 über den Travemünder-Woche-Hattrick freute: „Das war das Ziel. Jetzt kann ich zuversichtlich in die Weltmeisterschaft Ende August gehen. Ich habe hier ein neues Segel getestet und war sehr zufrieden mit dem Speed. Das WM-Ziel ist jetzt eine Top-16-Platzierung, um das B-Kader-Kriterium des Deutschen Segler-Verbands zu erfüllen“, sagte Kurfeld, der ebenso wie Piotr Kula vier Tagessiege und drei zweite Plätze in die Wertung einbrachte, im Streichresultat aber besser war als der Pole.

Komplett einverstanden mit der frühen Entscheidung über das Regatta-Ende waren auch die 470er. „Es sah nicht nach Wind aus, und am Abschlusstag ist immer mehr Zeitdruck“, sagte Jan-Philipp Hofmann, der sich mit Vorschoter Felix Brockerhoff trotz eines mäßigen dritten Wettkampftages noch auf Platz zwei hinter den Weißrussen rettete. „Am Montag haben wir einen Start verpatzt und im zweiten Rennen auch noch einen Penalty kassiert, dadurch wurde es mit Platz zwei noch einmal eng“, erklärte Hofmann.

Ein positives Zwischen-Resümee der Multi Europeans zog der europäische Klassenpräsident der Hobie Cats Fritz-Rüdiger Klocke (Flensburg). Während am Dienstag die Titel in vier Disziplinen (drei waren schon Sonntag entschieden) vergeben wurden, gehen die Hobie 14, Hobie Dragoon und Hobie 16 ab heute in ihre Titelrennen. „Wir sind rundum glücklich. Insgesamt haben wir in diesen Tagen 259 Meldungen. Das ist neuer Rekord. An drei Tagen hatten wir perfekte Segelbedingungen mit fairen Rennen, auch wenn es am Anfang für einige Athleten etwas hart war“, erklärte Klocke, der in den Klassen Tiger, Wildcat, FX-One und Hobie 16 Youth weitgehend die erwarteten Ergebnisse registrierte.

In der neuen Hobie-Klasse, den Wildcats, setzten sich die Italiener Vittorio Bissario/Lamberto Cesari überlegen gegen Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) und Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) durch. Bei den Tigern hatten die favorisierten Niederländer Gerard Loos/Pieter van Ruitenburg die Rümpfe vorn. Hier sicherten sich Kai Wippersteg/René Bertheau (Bremen) den Bronzerang hinter den Belgiern Simon Rombaut/Lucas Becker. Eng wurde es bei den Einhand-Kats FX-One, bei denen der Spanier Marc Verdauger gegenüber David van Aart (Niederlande) und dem Lüdenscheider Harald Busch das bessere Ende für sich hatte. Die Jugend-Klasse dominierten die Franzosen Benjamin Deguine/Benjamin Roulant mit ausschließlich ersten und zweiten Plätzen in der Wertung nach acht Rennen.

Für deutsche Siege in den internationalen Klassen sorgten Andreas Voigt (Potsdam) bei den Contendern, Niklas Steimann (Klein Rönnau) beim Euro-Cup der Int. Canoe Taifun, Georg Borkenstein/Eike Dietrich (Frauendamm) bei den INT. 14 sowie die Berliner Axel Oberemm/Gerd Linnemann in der Korsar-Klasse.

Vergeblich auf Wind warteten auch die Tornados, die ihre Manroland-Weltmeisterschaft heute beenden, sowie die Asso 99 mit ihrem bis Donnerstag andauernden Euro-Cup sowie die Musto Skiffs, die am Mittwoch ihren German-Open-Sieger proklamieren. Die Wettfahrten der 121. Travemünder Woche werden heute um 11 Uhr fortgesetzt. Die Windvorhersage verspricht eine mäßige West-Südwest-Brise.

Für weitere Infos und Ergebnisse siehe www.travemuender-woche.de .


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