Rekordfahrt
Halbzeit – und Rippenbruch für Boris

Die Modifikationen an Bord von "Maserati" scheinen sich auszuzahlen, das Schiff ist gut unterwegs. Doch Navigator Herrmann ist außer Gefecht

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 07.02.2012

maserati.soldini.it "Maserati" nach dem Start in Cadiz

Heute Nachmittag überquert "Maserati" nach 1.940 Seemeilen auf See den Mittelpunkt der 3.880 Meilen langen Strecke von Cadiz in Spanien nach San Salvador auf den Bahamas. Wofür Christoph Kolumbus im Jahr 1492 insgesamt 70 Tage brauchte, das will die Crew um Giovanni Soldini in nur zwölf Tagen schaffen. Bisher sind sie sogar nur fünf Tage auf See – gut möglich, dass sie ihre Zielzeit sogar noch unterschreiten.

Die Crew ist damit beschäftigt, das Schiff bestmöglich am Laufen zu halten, die Nachrichten von Bord sind spärlich. Mit acht Mann sind sie auf dem gewöhnlich von einer Zehnercrew gesteuerten VO 70 eigentlich auch unterbesetzt. Boris Herrmann wird zudem in den nächsten Tage etwas Ruhe nötig haben. Wie dem Newsticker zu entnehmen ist, hat ihn gestern eine Welle gegen eine Winsch geworfen, wobei eine Rippe brach. "Glücklicherweise gab es keine weiteren Konsequenzen", schreibt die Crew weiter.

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Ansonsten läuft alles perfekt, das Schiff segelt hervorragend. Bei der Passage der Kanaren wehten 30 bis 35 Knoten Wind aus Nordost, und Soldini beschrieb auf der Website maserati.soldini.it , dass sie "zwar müde, aber glücklich" mit bis zu 32 Knoten Fahrt unter Sturm-Spinnaker die Wellenberge hinabsurften. Von den Kanaren führte sie ihr Weg weiter südlich, "um die Schwachwinde auf 40 Grad Nord zu umgehen". In den ersten drei Tagen legte das Schiff beachtliche 1.200 Meilen zurück. Der weitere Kurs führte im Zickzack vor dem Wind gen Westen. Herrmann erklärt im Video die Navigationstaktik.

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Statt Texte produziert die Crew derzeit viele Videos, die sie per Inmarsat-Flatrate zu Youtube laden. Giovanni Soldini postet außerdem regelmäßig auf seiner Facebookseite .

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Der weitere Fortschritt kann auf maserati.soldini.it verfolgt werden.


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Themen: Boris HerrmannGiovanni SoldiniMaseratiRekordversuchVO70

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