Regatta-News
Hagen fährt nach Athen, basta!

DSV-Präsident Thomsen entscheidet gegen Teamchef Schümann

  • Christoph Schumann
 • Publiziert am 12.05.2004

H.-G. Kiesel Dierk Thomsen

Die Olympia-Ausscheidungen in den elf olympischen Bootsklassen verlaufen wie vorgesehen. Im Starboot qualifizierten sich der Hamburger Alexander Hagen und sein Vorschoter Jochen Wolfram. Alle gratulierten, sogar die Herren von der Sporthilfe.

Jetzt hat sich der dreifache Goldmedaillengewinner und Olympia-Teamchef Jochen Schümann eingeschaltet. An den DSV-Oberen und den Aktiven vorbei ließ er über die Deutsche Presse Agentur verbreiten, dass er die Qualifikation von Hagen noch nicht sehe.

Unverständnis auf allen Seiten. Hagen drohte mit einem Rechtsstreit und Präsident Dierk Thomsen machte Schümann klar, dass an den vorher beschlossenen Kriterien nicht mehr zu rütteln sei.

Während einer Pressekonferenz zur Kieler Woche im Norddeutschen Regatta Verein an der Hamburger Außenalster war plötzlich das Thema Olympia Nummer eins. DSV-Sportdirektor Hans Sendes erklärte klar und unmissverständlich, dass Alexander Hagen in Athen für Deutschland im Starboot starte und kein anderer.

Kämpfen müsse noch Surf-Silbermedaillengewinnerin Amelie Lux, von der über die Qualifikation hinaus noch ein weiterer Leistungsnachweis gefordert wird, ebenfalls von Finn-Segler Michael Fellmann und der 470er-Mannschaft in beiden Klassen.

Es rumort unter der Decke der Olympia-Ausscheidungen. Jochen Schümann konnte seinen Standpunkt in Hamburg nicht vertreten.


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Themen: DSVEntscheidungHagenOlympische SpieleSchümannThomsen

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