Härtetest für Neubau "Malizia – Seaexplorer"
Boris Herrmann startet im Rekordfeld der Route du Rhum

Boris Herrmann startet bei der Route du Rhum. Für seinen Neubau ist es der erste Härtetest, für Herrmann die Halbzeit-Prüfung zur Vendée Globe 2024/2025

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 07.04.2022
Boris Herrmann auf "Malizia II" bei der Route du Rhum 2018, die er als Fünfter beendete Boris Herrmann auf "Malizia II" bei der Route du Rhum 2018, die er als Fünfter beendete Boris Herrmann auf "Malizia II" bei der Route du Rhum 2018, die er als Fünfter beendete

Jean-Marie LIOT/Team Malizia Boris Herrmann auf "Malizia II" bei der Route du Rhum 2018, die er als Fünfter beendete

Nun ist offiziell, was hinter den Kulissen längst angestrebt war: Boris Herrmann startet ab 6. November bei der Route du Rhum. Für seinen Neubau "Malizia – Seaexplorer" wird es der erste Härtetest nach der Fertigstellung seines Bootes in Frankreich sein. Der Transatlantik-Klassiker wird alle vier Jahre ausgetragen und führt seine Teilnehmer von Saint-Malo über 6.560 Kilometer nach Pointe-à-Pitre im französischen Überseegebiet Guadeloupe. Bei seiner letzten Teilnahme erreichte Boris Herrmann Platz fünf. Sein Boot wurde dafür schon 2018 mit dem German Offshore Award ausgezeichnet. Knapp zwei Jahre nach Herrmanns gelungener Vendée-Globe-Premiere markiert der Route-du-Rhum-Start für ihn die Halbzeit vor dem erneut ins Auge gefassten Gipfelsturm: 2024/2025 will der in Hamburg lebende Segelprofi erneut am wichtigsten Solorennen des Segelsports teilnehmen. Auch geht der 40-Jährige mit der Teilnahme am Transatlantik-Rennen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur offiziellen Vendée-Globe-Qualifikation. "Die Route-du-Rhum-Teilnahme hat unter anderem auch das Timing für unser Design und den Bau der neuen Yacht bestimmt", sagt Boris Herrmann. Mit anderen Worten: Beim Neubau läuft alles nach Plan. Hier geht es zur Vorschau auf die Route du Rhum 2022 (bitte anklicken!).

ALEXIS COURCOUX Ein typisches Startbild von der Route du Rhum von 2018

Insgesamt werden es 138 Frauen und Männer sein, Profis wie Amateure, die in mehreren Klassen – darunter auch den in der Vendée Globe gesegelten Imocas – teilnehmen werden. Boris Herrmann, der mit seinem Team Malizia die „A Race We Must Win“-Kampagne führt, wird an Bord seiner IMOCA weiterhin mit seinem Minilabor wertvolle Daten über die Ozeane sammeln und an Meeresforscher übertragen. Sein zuletzt stark gewachsenes Team Malizia wird von seinen Partnern Yacht Club de Monaco, EFG International, Zurich Group Germany, Kuehne+Nagel, MSC Mediterranean Shipping Company, Hapag-Lloyd und Schütz begleitet.

ALEXIS COURCOUX Volles Haus zur Route du Rhum im Jahr 2018

Ursprünglich lag die Route du Rhum bei 120 Skippern und Skipperinnen. Weil aber die Nachfrage so enorm war, haben die Veranstalter die Feldstärke inzwischen heraufgesetzt und bislang 18 Wild-Card-Starter akzeptiert. Damit ist für das 44 Jahre alte Rennen schon jetzt eine neue Rekordmarke erreicht. Die Route du Rhum gilt als populärste Einhandregatta über den Atlantik und wird seit 1978 ausgetragen.


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