Regatta-News
Global-Challenge-Yachten noch dicht beisammen

Am Sonntag war die Amateur-Regatta mit vier deutschen Seglern gestartet worden

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 06.10.2004

The photographer - onEdition Die Flotte kurz nach dem Start

Obwohl noch mehr als 5600 Seemeilen bis zum ersten Etappenhafen (Buenos Aires) der Rund-um-die-Welt-Wettfahrt gegen die vorherrschenden Winde zu absolvieren sind, kämpfen die zwölf Yachten verbissen um die Plätze.

Mit an Bord ist auch Birgit Obermüller, die erste deutsche Seglerin, die sich zu der Global Challenge gemeldet hat (siehe auch Porträt in YACHT 20/04). Ihre "Me to You" liegt jedoch nur auf dem vorletzten Rang.

Mit dem Abfeuern der Startkanone durch Prinzessin Anne waren die zwölf Yachten der Global Challenge 2004 um Punkt 14 Uhr Ortszeit am Sonntag, den 3. Oktober, vor Portsmouth/Südengland ins Rennen gegangen.

Es war ein recht windiger Start bei rauer See. Nur gut 20 andere Yachten wagten sich bei diesem Wetter raus und begleiteten die Weltumsegler auf den ersten Stunden ihrer ca. 32 Tage dauernden Etappe nach Buenos Aires. Dafür waren aber über 20 Ausflugsboote mit den Familienangehörigen und Freunden sowie über 50 hochmotorisierte Schlauchboote und zwei Hubschrauber mit dabei. Das größte Begleitschiff hatte 700 Gäste an Bord.

The photographer - onEdition "Me to You"

Als erste Yacht über die Startlinie ging "Team Stelmar", dicht gefolgt von "Spirit of Sark" mit den beiden deutschen Teilnehmern Jürgen Dieris und Barbara Sturdy und "BP Explorer" mit Holger Bindel. Als vorletzte Yacht nahm "Me to You" mit der deutschen Teilnehmerin Birgit Obermüller das Rennen auf.

Etwa drei Stunden nach Regattastart verließen die Yachten den geschützten Solent und bekamen einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Stürme in den südlichen Ozeanen. Mit sehr rauer See und Windgeschwindigkeiten von über 30 Knoten, in Böen sogar bis fast 50 Knoten, mussten die zwölf Yachten und ihre jeweils 18-köpfige Crews unzählige Segelwechsel und Vordeckmanöver durchführen. Mit drei Reffs im Groß, dem kleinsten Vorsegel und dem Sturm-Stagsegel erlebten die Wachen gleich die ganze Nacht lang, was sie in den kommenden Monaten noch erwarten wird.

Alle Teams berichteten von weit verbreiteter Seekrankheit an Bord. Das erste Frühstück am Sonntagmorgen blieb meistens liegen. Doch am Montagvormittag verbesserte sich das Wetter. Die Sonne kam hervor, und der Wind ließ nach. Am Dienstagmittag (Tag 3) befanden sich die Yachten in der Biskaya und mussten sogar befürchten, dass ihnen der Wind ausgeht.
An der Spitze sind weiterhin die beiden Yachten "Spirit of Sark" und "BP Explorer" (mit dem Deutschen Holger Bindel).

Platzierungen nach dem dritten Tag:
1. Spirit of Sark, 5699 Seemeilen bis zum Etappenziel in Buenos Aires
2. BP Explorer, 5708 sm
3. Samsung, 5713 sm
4. BG Spirit, 5715 sm
5. Barclays Adventurer, 5719 sm
6. Team Stelmar, 5722 sm
7. Imagine It. Done, 5722 sm
8. SAIC La Jolla, 5730 sm
9. Vaio, 5735 sm
10. Team Save the Children, 5740 sm
11. Me to You, 5741 sm
12. Pindar, 5747 sm


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Themen: Global Challenge

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