"Use it again!"-Crew nach Rettung auf Kurs Ushuaia
Kleines Glück nach großem Unglück für die Weltumsegler

Die in der Cook Bay gestrandeten Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella sind mit ihrem Trimaran auf dem Weg von Port Williams nach Ushuaia

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 11.02.2022
Da können sie schon wieder ein wenig lächeln: die gestrandeten und inzwischen geretteten "Use it again!"-Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella in Port Williams Da können sie schon wieder ein wenig lächeln: die gestrandeten und inzwischen geretteten "Use it again!"-Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella in Port Williams Da können sie schon wieder ein wenig lächeln: die gestrandeten und inzwischen geretteten "Use it again!"-Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella in Port Williams

Team "Use it again!" Da können sie schon wieder ein wenig lächeln: die gestrandeten und inzwischen geretteten "Use it again!"-Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella in Port Williams

Die Weltumsegler Romain Pillard und Alex Pella sind auf dem Weg in den argentinischen Hafen von Ushuaia. Nachdem ihr in der Cook Bay nachts gestrandeter und später von der chilenischen Marine freigeschleppter Trimaran „Use it again!“ zunächst zur Sicherheit in Port Williams eingelaufen war, hat die Crew jetzt einen größeren Hafen im Visier. Auf der Südseite der Großen Feuerland-Insel gelegen, bietet Ushuaia als südlichste argentinischen Stadt am Beagle-Kanal die bessere Infrastruktur für intensive Untersuchungen des Trimarans, Tests und notwendige Reparaturen.

Team "Use it again!" Momentaufnahme von der Rettungsaktion der chilenischen Marine, die half, den gestrandeten Trimaran aus seinem Felsengefängnis wieder freizuschleppen

"Das Duo der 'Use it again!' kann wieder lächeln"

Ihre Zeit im kleinen Port Williams mit seinen rund 2.300 Einwohnern, in dem die chilenische Marine einen ihrer Hauptstützpunkte unterhält, nutzten der französische „Use it again!“-Skipper Romain Pillard und sein spanischer Co-Skipper Alex Pella vor allem, um die eigenen „Batterien“ wieder aufzuladen. Besonderen Dank sprach das Duo dabei erneut der chilenischen Marine aus, die den Trimaran nach dessen Strandung in einem anspruchsvollen Manöver aus der Felsenfalle befreit hatte.

Team "Use it again!" Ihren Helfern dankbar: Romain Pillard (r.) und Alex Pella

"Es sind wie aus der Zeit gefallene Momente"

Aus Port Williams schickte Romain Pillard nach dem Unglück in der Cook Bay, bei dem der wachhabende Co-Skipper zuvor eingeschlafen war, diesen Gruß mit einem Bild beider Segler (siehe unten): „Zwei Matrosen in der Stadt! Die Augen sind noch klein und müde, aber das Duo von ‚Use it again!‘ kann wieder lächeln. Alle sind süß hier: Die Navy, der Hafenkapitän Sergio Roa Castro. Wir durften uns auch die Wattestäbchen in die Nase stecken und sind offensichtlich Covid-negativ. Eric, ein hier ansässiger Bootsmann, hat uns einen tollen Ankerplatz vorbereitet und kocht uns gute kleine Gerichte. Wir haben unseren Abend damit verbracht, uns Geschichten vom Meer zu erzählen… In unserem Unglück haben wir außergewöhnliche Menschen getroffen! Er sind wie aus der Zeit gefallene Momente, unvergessliche Erinnerungen.“

Team "Use it again!" Skipper Romain Pillard hält diesen Moment mit den Rettern selbst fest

Team "Use it again!" Auf diesem Bild gut zu sehen: der Bugschaden der "Use it again!". Eine genaue Schadensbilanz kann die Crew erst nach gründlicher Untersuchung in Ushuaia ermitteln

Über die Retter von der Marine hatte auch Alex Pella eine Lobeshymne geschickt: „Was für eine großartige Arbeit von der Armada de Chile. Ich habe keine Worte!! Ich gratuliere ihnen einfach zu ihrer Schnelligkeit, Effizienz, Professionalität und menschlicher Behandlung. Immer dankbar, Ax.“ Hier geht es zum Video, dass die „Use it again!“-Crew vom Morgen nach dem Auflaufen in der Cook Bay geschickt hat (bitte anklicken!). Die erstickte Stimme des Skippers erinnert an den Schock und die Enttäuschung, mit der die physisch unverletzte Crew zu ringen hatte. Hier geht es zur Website des Teams , das als Botschafter für den nachhaltigen Umgang mit den Weltmeeren im Einsatz ist und für die globale Kreislaufwirtschaft wirbt. Ob und wann die Weltumsegelung von Ost nach West fortgesetzt werden kann, will das Team in Ushuaia entscheiden. Vielleicht erfüllen sich dort die Hoffnungen darauf, dass Team-Slogan und Bootsname sogar in diesem Fall greifen: Use it again!


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Themen: Weltumseglung

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