Route du Rhum
Geglückte Helikopter-Rettung im Kanal

François Angoulvant wurde von seiner Class 40 abgeborgen. Im Englischen Kanal gab es zwei Kielverluste und viel Bruch nach Kollisionen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 03.11.2014

Sodebo "Sodebo": Das Ausmaß des Bruchs

Die zehnte Auflage der Route du Rhum hat dramatisch begonnen. Class-40-Skipper François Angoulvant musste in stürmischen Winden von 35 Knoten von seiner nach Kielverlust gekenterten "Sabrosa SR40" abgeborgen werden. Sein Notsignal hatte er um 23.30 Uhr aktiviert. Nachdem die Wettfahrtleitung ihn nicht erreichen konnte, wurden ein Rettungsboot und ein Helikopter zu der Position des Schiffes entsandt. Der Helikopter flog Angoulvant gegen 2 Uhr morgens in ein Krankenhaus in Brest, wo es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Nur wenige Stunden später verlor auch Marc Lepesqueux den Kiel seiner "Sensation". Lepesqueux war jedoch im Stande, seine Ballasttanks zu füllen, die Segel zu bergen und Kurs auf die Insel Guernsey zu nehmen.

Sodebo Co-Favorit Coville wird das Rennen nicht fortsetzen können

tati Loïck Peyron

Während Loïck Peyron die Flotte mit seinem Maxi "Banque Populaire" am frühen Montagmorgen anführte, wurden weitere Unfälle aus der Nacht bekannt. Thomas Covilles "Ultime" war mit einem Frachtschiff kollidiert. Multi50-Skipper Loïck Fequet hat einen beschädigten Schwimmer. In den unwirtlichen Bedingungen auf See vor der bretonischen Küste erlebten die Solsosegler eine schwere erste Nacht auf dem 3524 Seemeilen langen Kurs nach Guadeloupe. Eingeläutet wurde die Unglücksserie in der Class 40, als "Serenis Consulting" gegen 20 Uhr hart mit einer nichtbeleuchteten Boje kollidierte und mit beschädigtem Rumpf Saint-Quay Portrieux anlief.

Als Wind und Wellen dann noch weiter zunahmen, meldete Loïc Féquet von "Maȋtre Jacques" um 23 Uhr, dass einer der Schwimmer seines Multi 50 abgebrochen sei. Er wurde mit einem Rettungsboot nach Aberwrac'h gebracht. Féquet berichtete noch in der Nacht: "Als wir in schwerer See unterwegs waren, brach der Steuerbordschwimmer. Ich weiß nicht wie. Wir hatten 28 bis 29 Knoten Wind. Ich bin also nicht da rausgegangen, um mir den Schaden anzusehen. Aber ich kann erkennen, dass der Schaden wie der im letzten Jahr aussieht. Ich konnte nicht wenden. Ich habe versucht, es mithilfe des Motors zu schaffen, doch das war in dem Zustand vorn nicht möglich. Ich habe das Rettungsboot gerufen und befinde mich aktuell im Schlepp."

Jacques Maitre "Jacques Matre": Schwimmer gebrochen

Gegen 23.30 Uhr dann kam es nahe der Hauptverkehrsroute bei Ushant zur Kollision von Thomas Covilles "Sodebo Ultime" und dem Frachter. Dabei wurde der Steuerbord-Schwimmer der Yacht beschädigt. Der Skipper konnte jedoch eigenständig Kurs auf Roscoff nehmen und wird dort am Mittag erwartet.

In der Imoca-Klasse hat zunächst Vendée-Triumphator und "Macif"-Skipper François Gabart die Führung vor Vincent Riou auf "PRB" und Marc Guillemot auf "Safran" übernommen. In der Class 40 führte am Morgen Sébastien Rogues auf "GDF Suez" vor dem Spanier Alex Pella auf "Tales 2". Weitere Skipper hatten angekündigt, die Regatta zu Reparaturzwecken unterbrechen zu wollen. Darunter in der Rhum-Klasse Bob Escoffier auf "Linedit'h" und Benjamin Hardouin mit "Krit'R V". Beide werden Roscoff anlaufen, während Bertrand Delesne mit "Teamwork40" in Perros Guirec ist und der Italiener Giancarlo Pedote mit "Fantastica" umgekehrt ist.


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Themen: François AngoulvantHelikopter-RettungKielverlustKollisionLoïck PeyronRoute du Rhom

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