Rolex Fastnet Race 2009
Gegenverkehr auf der langen Geraden

Während sich das Gros der Yachten noch auf dem Hinweg zum Fastnet-Rock befindet, sind einzelne bereits im Ziel

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 12.08.2009

Rolex Fastnet Race Racetracker Getummel am Felsen und Gegenverkehr für die kleineren Yachten.

Wie eine Hand voll Geisterfahrer durchpflügen die Großen das Feld der kleineren Yachten, die sich auf dem Tracker wie ein Schlagschatten Irlands im Südwesten der Insel tummeln. "ICAP Leopard" beendete heute Morgen als erste.

Um etwa 15 Stunden überboten sie dabei ihren 2007 aufgestellten Rekord und legte die 608 Meilen in 59 Stunden, 9 Minuten und 36 Sekunden zurück. Um 2.09 Uhr deutscher Zeit lief der 30 Meter lange Racer in Plymouth ein.

Im Feld der IRC-SZ-Klasse querte "Ran" als erstes die Ziellinie, gefolgt von "Beau Geste". Nach berechneter Zeit sieht es jedoch sogar so aus, dass "Ran" nicht nur vor "Beau Geste", sondern auch vor "ICAP Leopard" liegt. Die deutsche "Hexe" mit Skipper Norbert Plambeck und Wilfried Erdmann an Bord hält derzeit Platz 8, hat bis Plymouth noch 68 Meilen vor dem Bug uns es sieht so aus, als würde sie bis dorthin diese Position halten.

Bei den Open 60 gelang es Seb Josse als erstem um Punkt 6 Uhr deutscher Zeit die Ziellinie zu queren, gefolgt von Samantha Davies um 7.15 Uhr. In diesem Augenblick läuft Dee Cafari mit ihrer Aviva als vierte in den Hafen von Plymouth ein.

Bei den Class 40 führt noch immer "Initiatives Saveurs" das Feld an, dessen Spitze in der vergangenen Nacht den Fastnet Rock gerundet hat. Mit 11,6 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit baut sie ihren Vorsprung weiter aus, während Boris Herrmann auf "Beluga Racer" mit 8,1 Knoten und 11 Meilen Rückstand folgt. Dicht an Boris' Schothorn hängt sein alter Freund und Rivale Giovanni Soldini auf "Telecom Italia" mit nur einer knappen Meile Rückstand. Beachtlich dicht, mit nur 11 Meilen Distanz zu "Beluga Racer", folgt der Hamburger Spiegel-Chefredakteur und Amateursegler Mathias Müller von Blumencron auf seiner "Red" auf 4. Stelle. Das übrige Feld der Class 40 liegt weit abgeschlagen noch in der Nähe des Fastnet Rocks, während die Führenden bereits auf Kurs nach Plymouth sind.

Bei den IRC-Z-Booten war den ganzen heutigen Vormittag der Tracker ausgefallen. Die neusten Ergebnisse aus dieser Klasse, in der die meisten deutschen Teilnehmer segeln, sehen wie folgt aus:

Auf Platz eins mit nur noch 135 Meilen bis Plymouth führt die holländische "Tonnerre de Breskens" unter Piet Vroon. Unter den deutschen Yachten folgen "Varuna" auf Platz 7, die "Norddeutsche Vermögen Hamburg" auf 10, "Vineta" auf 13, die "Bank von Bremen" auf 20 und "Doppelbock" auf 24.

Für die kleineren Yachten, die sich noch weit vor dem Felsen befinden, wird es nun spannend: Das "Wer trifft wen" beginnt, wenn die schnelleren Yachten quer durch das Feld der Nachzügler segeln.

Das Rennen kann weiterhin live auf dem Online-Racetracker verfolgt werden.


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Themen: ErdmannFastnetPlymouthRaceRolex

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