Segeln olympisch
Gäbler zum sechsten Mal bei Olympia?

Olympia ist sein Motor: Roland Gäbler, 48, ist mit Ehefrau Nahid in seine siebte Olympiakampagne gestartet – mit STG-Vertrag im Segelsack

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 18.03.2013

Claus Christian Plass Nehmen Kurs auf Olympia: Roland und Nahid Gäbler

Martina Barnetove Roland und Nahid Gäbler im Trapez

Katamaransegler Roland Gäbler startet noch einmal olympisch durch. Mit 48 Jahren ist der Erfolgssteuermann zurück in der Segel-Nationalmannschaft des Sailing Team Germany. Im Alter von 51 Jahren will er 2016 gemeinsam mit seiner Frau Nahid vor Rio de Janeiro in der Mixed-Disziplin seine zweite olympische Medaille nach Bronze in Sydney 2000 gewinnen.

Jahrzehntelang zählte Roland Gäbler zu den Aushängeschildern des Deutschen Segler-Verbandes. Zweimal wurde er für seine herausragenden Leistungen mit dem Silbernen Lorbeerblatt, Deutschlands höchster Sportauszeichnung, geehrt. Nun will es der viermalige Weltmeister und Deutschlands Segler der Jahre 1995 und 1997, der seit 2009 mit seiner Ehefrau Nahid in einem Boot sitzt und mit ihr 2010 die Tornado-Mixed-Weltmeisterschaft gewann, noch einmal wissen: "Wir haben als Crew von WM bis DM schon alle Titel gewonnen. Jetzt wollen wir eine Olympiamedaille." Dazu haben die Gäblers gerade beim Sailing Team Germany unterschrieben und starten als Neu-Mitglieder der Segel-Nationalmannschaft in die Saison 2013.

Einen DSV-Kader gibt es für die neue olympische Mixed-Disziplin Nacra 17 noch nicht, die Klasse ist noch zu jung. Einige Teams trainieren gerade mit Honorartrainer Rigo de Nijs. Eine feste Trainingsgruppe soll erst nach den ersten internationalen Regatten des Jahres und anhand von Ergebnissen der potenziellen Kadercrews benannt werden.

Gäbler indes freut sich: "Es ist ein tolles Gefühl, wieder in der Nationalmannschaft zu sein!" Für den gebürtigen Bremer, der mit seiner Frau Nahid im dänischen Tinglev lebt, ist es bereits die siebte Olympiakampagne. Einmal nur musste er sich 2008 schon in der nationalen Qualifikation geschlagen geben, unterlag damals Johannes Polgar und Florian Spalteholz. Sonst waren in Deutschland seit 1988 stets Gäbler und seine Vorschoter auf olympischen Zweirumpfern das Maß der Dinge. Mit René Schwall gewann Gäbler vor 13 Jahren in Australien mit Bronze die ersehnte und hochverdiente Olympiamedaille.

Fünf Olympiateilnahmen – 1988, 1992, 1996, 2000 und 2004 – liegen bereits hinter ihm. Trotz aller Erfahrung weiß der Routinier: "Das Boot ist neu und hat seine Tücken. Der Nacra 17 ist kleiner als der Tornado, den ich immer gesegelt habe. Wir stehen vor großen technischen Herausforderungen. Und abnehmen muss ich auch wieder …" Das Leichtwindrevier vor Rio de Janeiro kommt Gäbler nicht sehr entgegen, aber was wären Olympische Spiele ohne Herausforderungen? Sicher ist, dass die Gäblers den Alterdurchschnitt der Segel-Nationalmannschaft markant verändern werden. Nicht sicher ist, dass es jüngere Crews geben wird, die das Erfolgs-Duo im Kampf um die Olympiafahrkarte schlagen können.

Ebenfalls neu in der STG-Nationalmannschaft sind die Olympia-Elften von Weymouth: Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann. Nach beendetem Vertrag mit Partner BMW wechselten die Kieler ins Audi- und SAP-Lager und wollen im 49er noch einmal olympisch angreifen.


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Themen: Nacra 17Nahid GäblerOlympiaOlympische SpieleRoland GäblerSegel-NationalmannschaftSTGTornado

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