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Gäbler mit Nachwuchs im Trapez

Beim VCR Leipzig startete der dreimalige Tornado-Weltmeister mit einem 13-Jährigen als Vorschoter - Struckmann verletzt

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 02.07.2005

VCR Roland Gäbler´s neuer Schotte: Marcus Raupach aus Leipzig

Die Premiere des Volvo Champions Race der Segler auf dem Cospudener See in Leipzig hat mit einer Überraschung begonnen. Der dreimalige Tornado-Weltmeister Roland Gäbler (Tinglev) segelt in Leipzig mit dem erst 13 Jahre alten Nachwuchstalent Marcus Raupach vom Segelverein Leipzig Süd-West.

Weil Gäblers Vorschoter Gunnar Struckmann (Kiel) sich kurz vor der Abreise nach Leipzig an der Hüfte verletzte, kam der Steuermann allein zum Cospudener See und schlug vor, einen Segler aus der Region als Ersatz-„Mann“ zu verpflichten.

Der junge Marcus Raupach segelt sonst als Steuermann in der Jugendklasse 420er und konnte in der Nacht vor der ersten Wettfahrt „kaum schlafen“ vor Aufregung. Nach den ersten drei gesegelten Wettfahrten rangieren Gäbler und Raupach auf Gesamtrang acht. Roland Gäbler, Olympiadritter von Sydney 2000 und auch schon Bundestrainer der Tornado-Segler, sparte nicht mit Lob und Motivation: „Marcus macht seine Sache gut, ich finde wir haben uns sehr achtbar geschlagen, schließlich haben wir heute das erste Mal zusammen auf einem Boot gesessen und sind dabei gegen die absolute Weltspitze gesegelt.“

Eine kleine Enttäuschung bereitete den Fans „Jojo“ Polgar, der gerade eine sensationelle WM in Frankreich auf Platz vier beendete, aber auf dem Cospudener See mit seinem neuen Vorschoter Taylor Booth bisher gar nicht zurecht kam und derzeit nur auf Platz 9 liegt.

Das mit insgesamt 76.000 Euro dotierte Volvo Champions Race in den olympischen Bootsklassen 49er und Tornado macht erstmals Station am Cospudener See. Den Auftakt machten am ersten Wettkampftag die filigranen 49er, die bei Leichtwind flott über den See „zischten“.

Nach vier Wettfahrten liegen etwas überraschend die jungen Österreicher Nico Delle-Karth und Nikolaus Resch in Führung vor dem Silbermedaillengewinner von Athen Rodion Luka aus der Ukraine. Auf Rang drei folgen die besten deutschen 49er Marcus Baur und Max Groy. Enttäuschend verlief der erste Tag für die jungen Deutschen Jan-Peter und Hannes Peckolt, die mit den Bedingungen nicht klar kamen und auf Platz 8 liegen.

Leipzigs Freizeitgewässer ist die zweite Station nach Starnberg, das Finale findet vom 8. bis 11. September in Travemünde statt.

Die Ergebnisse nach dem ersten Tag:

Tornado:

1. Darren Bundock / Glenn Ashby (2, 4, 2) 8 Punkte
2. Peder Ronholt / Mads Möller (1, 5, 4) 10
3. Tino Mittelmeier / Niko Mittelmeier (3, 2, 9) 14
4. Mitch Booth / Herbert Dercksen (5, 3, 6) 14
5. Matthias Nowak / Martin Rusterholz (6, 7, 3) 16
6. Wouter Samama / Jeroen van Leeuwen (8, 10, 1) 19
7. Jordanis Paschalidis / Konstantinos Trigonis (10, 1, 8) 19
8. Roland Gäbler / Markus Raupach (7, 8, 5) 20
9. Johannes Polgar / Taylor Booth (4, 9, 10) 23
10. Fridtjof Unger / Daniel Suelberg (9, 11, 7) 27
11. Carolijn Brouwer / Sebastien Godefroid (11, 6, 12) 29
12. Robin Rettberg / Nils Löffler (12, 12, 11) 35
49er:

1. Nico Delle-Karth / Nikolaus Resch (2, 4, 3, 1) 10
2. Rodion Luka / Peter Krueger (3, 1, 1, 6) 11
3. Marcus Baur / Max Groy (1, 5, 4, 8 ) 18
4. Peter Hansen / Sören Hansen (4, 2, 5, 7) 18
5. Allan Norregard / Jonatan Age Persson (6, 7, 8, 2) 23
6. Athanasios Pachoumas / Dimitros Benakis (8, 8, 6, 3) 25
7. Christoffer Sundby / Frode Bovim (5, 9, 10, 4) 28
8. Jan-Peter Peckolt / Hannes Peckolt (9, 10, 2, 9) 30
9. L. Briesenick-Pudenz / Morten Massmann (7, 12, 11, 5) 35
10. Jonas Warrer / Martin Kirketerp (12, 3, 12, 11) 38
11. Kenjiro Todoroki / Kenji Takahashi (11, 6, 9, 12) 38
12. Pawel Kacprowski / Arek Fedusio (10, 11, 7, 10) 38


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Themen: 49erGäblerTornadoVCRVolvo

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