Vendée Globe
Gabart ist der König von Kap Hoorn

Der jüngste Skipper ist der schnellste: François Gabart hat als Erster der 13-köpfigen Vendée-Globe-Flotte das legendäre Kap Hoorn erreicht

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 01.01.2013

Vincent Curuchet/Vendée Globe François Gabart auf "Macif"

François Gabart/Vendée Globe Neptun mit Honig bestochen? François Gabart hat den Husarenritt durchs Südpolarmeer gewonnen

Nichts scheint ihn derzeit aufhalten zu können: François Gabart ist der König von Kap Hoorn. Als Erster der 13 Soloskipper bei der Vendée Globe erreichte der Benjamin der Flotte am Neujahrsabend nach 52 Tagen, sechs Stunden und 18 Minuten auf See Kap Hoorn.

Gabarts "Macif" passierte die legendäre chilenische Landmarke am Dienstag um 19.20 Uhr. Der 29-jährige Franzose erreichte das dritte Kap am 53. Tag der Einhand-Nonstop-Weltumsegelung und unterbot dabei die Rekordmarke seines Mentors und Projektmanagers Michel Desjoyeaux, der die Strecke von Les Sables d'Olonne zum Kap 2009 in 56 Tagen, 15 Stunden und acht Minuten absolvierte. Als nächster Skipper wird in Kürze Rivale Armel Le Cléac'h den Längengrad von Kap Hoorn erreichen.

Der zweimalige Vendée-Globe-Gewinner Michel Desjoyeaux sagte am 1. Januar anlässlich der Live-Übertragung: "Mich überrascht das enge Duell zwischen François und Armel nicht. Beide sind derartige Regattaspezialisten, dass sie ihre Nähe zueinander genießen können. Es ist allerdings außergewöhnlich, dass sie es über einen so langen Zeitraum tun. Das geht nun schon seit 15 Tagen so und muss psychologisch sehr anspruchsvoll sein. Ich bin sicher, dass sie in Wirklichkeit gern etwas weiter voneinander entfernt segeln würden. Aber sie werden bis zum Ende hart kämpfen. Möglicherweise werden Strategie und Entscheidungen in den kommenden Stunden für den entscheidenden Unterschied sorgen." Gelaufen ist dieses Duell, in dem die Führung bereits 20 Mal wechselte, noch lange nicht.

Desjoyeaux erinnerte sich auch an die eigenen Begegnungen mit dem gefürchteten Kap Hoorn: "Die Rundung Kap Hoorns ist ein besonderer Augenblick. Doch seinen Ruf hat sich das Kap vor Jahrhunderten erworben. Heute bringt es eher Erleichterung als alles andere. Du kannst es kaum erwarten, dem Südpolarmeer zu entkommen und fühlst dich dem Land viel näher. Einige Skipper werden erstmals seit Spanien Land sehen."


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Themen: Armel Le Cléac'hFrançois GabartKap HoornMichel DesjoyeauxVendée Globe

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