Isaf-Weltcup
Frischer Wind und gute Plätze

Der zweite Tag kam mit Schauerböen und Platzverschiebungen, ohne aber die besten deutschen Segler ernsthaft in Verlegenheit zu bringen

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 20.06.2011

okpress/Kieler Woche Klappt doch: Philipp Buhl schwindelt sich am Ankertau des Begrenzungsbootes vorbei, gewinnt wieder einen Lauf und ist Gesamtzweiter

Weiterhin stark bei Starkwind segelten die Vertreter des Sailing Team Germany beim Heimweltcup in Kiel: Sechs Top-Drei-Plätze und 25 unter den Top Ten in den olympischen Klassen und beim 2,4 m. Es ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, auch wenn nicht alle Klassen so ultrastark besetzt sind wie noch vor zehn Tagen bei der Skandia Sail for Gold im Olympiarevier von Weymouth.

okpress/Kieler Woche Biesenick-Pudenz/Massmann sind derzeit im 49er die besten Vertreter des STG

Ein Mastbruch bei der Anfahrt zum Star, nur um nach erfolgter Reparatur auf die falsche Tonne zuzufahren, ist eigentlich seglerisches Harakiri. Doch Deutschlands Paradewindsurferin Moana Delle steckte beide Missgeschicke weg, holte sich einen Tagessieg und ist derzeitig als Dritte bei den RS:X-Frauen bestens disponiert. „Das war viel Stress heute, aber auch viel Spaß“, erzählte die Lokalmatadorin hinterher. Spaß machte es sicher auch Heiko Kröger, der im 2,4mR gleich zwei Tagessiege einheimste und die Gesamtführung auf Megan Pascoe (GBR) ausbauen konnte. Ebenfalls Kurs aufs Podest hält Toni Wilhelm bei den RS:X-Männern, der im Sandwich an der Spitze derzeit quasi die Wurst ist und Platz 2 zwischen den beiden starken Polen Miarczynski und Michal hält.

okpress/Kieler Woche Babendererde/Jacobs rutschen mit zwei 8. Plätzen hinter Stanjek/Kleen auf Rang 6. Die Abstände sind jedoch knapp

Spannend wie erwartet ist das STG-interne Duell um das Olympiaticket bei den Lasern. Simon Grotelüschen, der gestern führte, fiel hinter Josh Junior (NZL) und Mannschaftskollegen Philipp Buhl auf Platz 3 zurück. Derzeit trennt Buhl, der schon zwei Läufe gewinnen konnte, und Grotelüschen aber nur ein einziger Punkt. „Bei dem Wind macht Segeln einfach Spaß", postete Buhl dann auf Facebook. Stark auch Lisa Fasselt im Laser Radial, die punktgleich mit der Kroatin Mihelic und der Australierin Weir Dritte ist. Franziska Goltz, die in Weymouth als 10. schon Qualifikationspunkte sammeln konnte, folgt auf Platz 6.

okpress/Kieler Woche Drei deutsche 49er mischen ganz vorn mit. Gute Starts gehören dabei einfach dazu

Bei den 470 Frauen stehen weiterhin fünf deutsche Teams in den Top Ten. Beste sind derzeit Tina Lutz/Susann Beuke auf Rang 2. Mannschaftlich stark geblieben sind auch die 470er-Männer, bei denen Morten Bogacki/Jens Steinborn als Gesamtfünfte im Moment das STG-Kontingent anführen.

Im 49er gab es drei deutsche Laufsiege in den jeweiligen Gruppen. Beste vom STG sind derzeit Lennart Biesenick-Pudenz/Julian Massmann auf Rang 4. Im Star sind die Deutschen bisher noch ohne Wettfahrtsieg, doch Robert Stanjek/Frithjof Kleen sind auf Rang 5 gut dabei, gefolgt von drei Teams aus den eigenen Reihen. Im Finn hält Matthias Miller weiterhin Rang 6. Silke Hahlbrock hat im Frauen-Matchrace die erste Round Robin überstanden und bisher in Runde 2, wie die Amerikanerin Tunnicliffe und die Russin Skudina, alle drei ihrer Wettfahrten gewinnen können.

Der Wind wird im Laufe des heutigen Tages weiter aus West wehen und sich gegen Dienstag hin abschwächen.

Die Videozusammenfassung vom Sonntag .

Zur Eventseite und den Ergebnissen .


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Themen: Frithjof KleenIsaf-WeltcupKieler WochePhilipp BuhlRobert StanjekSimon GrotelüschenToni Wilhelm

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