YACHT MdM
Favoritenstürze zum Auftakt

Deutsches America´s Cup-Team bei YACHT Meisterschaft der Meister ausgeschieden

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 28.10.2006

YACHT/N. Krauss Tagessieger Carsten Kemmling und seine Crew

Die 27. Auflage der YACHT Meisterschaft der Meister auf der Hamburger Außenalster hat mit einem Favoritensturz begonnen. Die deutsche America´s Cup-Mannschaft mit Steuermann und Taktiker Michael Hestbaek (Dänemark) muss bereits nach der Vorrunde die Segel streichen.

YACHT/N. Krauss Fleetraces auf der Alster

"Es tut schon weh, so knapp rauszufliegen", sagte der Hamburger Trimmer Matti Paschen zum verpatzten Heimspiel. Team Germany war punktgleich mit der für die Zwischenrunde qualifizierten Mannschaft des Deutschen Folkeboot-Meisters Christoph Nielsen (Berlin) ausgeschieden. Bei besten Segelbedingungen um zwei bis drei Beaufort hatten beide Teams jeweils einen Wettfahrtsieg und einen vierten Platz ersegelt. Den Ausschlag zugunsten der Folkeboot-Segler gab der Sieg im letzten Rennen. Christoph Nielsen hatte nach dem Rennen eine interessante Begründung für seinen K.o.-Schlag gegen das United Internet Team Germany: "Da Tim Kröger vom America´s Cup-Team Shosholoza aufgrund des Trainings in Valencia nicht zur Meisterschaft der Meister kommen konnte, dachten wir, dass auch das deutsche Team möglichst schnell wieder nach Valencia zurück muss, damit der Vorsprung der Konkurrenz nicht zu groß wird."
 
Ein weiteres prominentes Opfer in der Qualifikationsrunde der insgesamt 33 deutschen Welt-, Europa- und nationalen Segelmeister war 49er-Vizeweltmeister und DSV-TOP-Kadersegler Marcus Baur (Kiel), der als Dritter seiner Gruppe ebenfalls nur knapp scheiterte. "Echt ärgerlich", sagte Baur, der auf der Alster als Mitglied des Team Olympic Peking mit einer Wild Card im Einsatz war, "ich hatte mich so auf die Rennen gefreut."
 
Optimal mit jeweils zwei Siegen in ihrer Vorrunden-Gruppe segelten der deutsche Matchrace-Meister Carsten Kemmling (Hamburg) und Tornado-Steuermann Joahnnes Polgar (Dänisch-Nienhof) in die nächste Runde. Kemmlings Crew gewann anschließend auch noch das Platzierungsrennen souverän und startet am Finaltag mit weißer Weste in die Zwischenrunde. "Für uns lief heute alles optimal", sagte Kemmling am Abend, "doch das bedeutet natürlich nicht automatisch auch den sicheren Durchmarsch für morgen." Erstmals wird die Zwischenrunde am Sonntagmorgen nicht im Matchrace Boot gegen Boot, sondern im sogenannten Triple Race mit jeweils drei Booten pro Rennen ausgetragen. Nur das Finale selbst findet in der America´s Cup-Disziplin Matchrace statt.
 
Insgesamt sind am Sonntag noch zwölf Mannschaften im Rennen. Darunter mit der co-favorisierten Crew der Yngling-Vizeweltmeisterin Ulrike Schümann (Berlin) sowie der Deutschen Europe-Meisterin Svenja Puls (Kiel) und auch Kadersurferin Romy Kinzl erstmals drei Frauen. Die Sieger werden ab 16.30 Uhr im Obergeschoss der Halle 1 im neuen Jollen-Center der hanseboot geehrt.


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