YACHT MdM
Favoritendurchmarsch auf der Alster

Titelverteidiger Wieser und elf weitere Crews sind für das Finale am Sonntag qualifiziert. Wer kann den überragend segelnden Bayern stoppen?

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 26.10.2013

YACHT/Morten Strauch Dimension-Polyiant Night Cup bei der 34. YACHT Meisterschaft der Meister

Titelverteidiger Markus Wieser und sein Team starten am Sonntag als Top-Favoriten in die Finalrunde der 34. YACHT Meisterschaft der Meister auf der Hamburger Außenalster. Der 49-jährige bayerische Profisegler und mehrfache Weltmeister gewann am Samstag seine beiden Vorrundenläufe souverän, zog mit Trimmer Matti Paschen (Hamburg) und der Berliner Olympia-Vierten Ulrike Schümann auf dem Vorschiff souverän in die Runde der besten zwölf von insgesamt 31 Welt-, Europa- und Deutschen Meistern ein.

YACHT/Morten Strauch Action hautnah: einige Gennaker fegten sogar den Steg des gastgebenden Hamburger Segel-Clubs

Den Leistungsunterschied zwischen Wiesers Crew und der eigenen Mannschaft, aber auch vielen anderen, die sich für diese Meisterfeier zusammen gefunden hatten, beschrieb Olympiateilnehmerin Franziska Goltz, die in ihrer Olympiajolle Laser Radial sonst alleine segelt und nun auf den größeren Bavaria B/one mit einer Drei-Mann-Crew antrat: "Markus gewinnt schon am Start mit perfektem Timing, während wir noch mit uns selbst beschäftigt sind."

YACHT/Morten Strauch Ein unfreiwilliger Stunt: Am Samstagnachmittag wurden die Crews von einigen stürmischen Herbstböen auf die Probe gestellt

Die weltweit einzigartige Kultregatta um den hanseboot Pokal erlebte am Samstag einen der schönsten Segeltage ihrer Geschichte: Bei spätsommerlichen Temperaturen, Sonne satt und guten Windbedingungen lieferten sich Deutschlands beste Segler auf Bavarias Dreimann-Booten vom Typ B/one spannende Kämpfe um den Einzug in die Finalrunde. Neben Wiesers Bayern-Express qualifizierten sich auch alle anderen Favoriten für die Sonntagsrunde: Die Teams von 505er-Weltmeister Claas Lehmann (Hamburg), Finnsegler Lennart Luttkus (Tönisvorst), Lokalmatador Max Gurgel (Hamburg), Matchrace-Meister Carsten Kemmling (Hamburg) qualifizierten sich als Gruppensieger direkt für den nächsten Tag.

YACHT/Morten Strauch Immer wieder fegten am Samstagnachmittag firsche Herbstböen über den Meisterkurs

Über die Hoffnungsläufe setzten sich Musto-Skiff-Europameister Frithjof Schwerdt (Kiel), 505er-Meisterin Meike Schomäker (Kiel), Hochseesegler Karl Dehler (Greifswald), Ixylon-Seglerin Bärbel Claus (Wittenförden) und das erst 16-jährige Laser-Talent Nik Aaron Willim mit ihren Mannschaften durch. Ausgeschieden, aber glücklich über das Erlebnis im Feld der deutschen Segelprominenz beendete der 17-jährige Jacob Clasen aus Wedel bei Hamburg seine Meister-Premiere. Der Deutsche Jugendmeister im 29er, der von einem Olympiastart im Jahr 2020 im 49er träumt, sagte: "Uns hat vor allem das Format mit den kurzen schnellen Rennen gefallen. Wir haben allerdings zweimal den Steg mit unserem Gennaker gefegt."
 
Dimension-Polyant Night Cup:
Mit allen Sinnen zum Sieg

Die letzten beiden Eintrittskarten für die Finalrunde wurden am Samstagabend im spektakulären Dimension-Polyant Night Cup vergeben. Nach Einbruch der Dunkelheit trafen die Teams der drei eingeladenen Hochseesegler Tim Kröger, Boris Herrmann und Mathias Müller von Blumencron auf drei Teilnehmer aus den Hoffnungsläufen. Beleuchtet von Theaterscheinwerfern, stellte der in der Dunkelheit liegende Alster-Kurs die Segler vor anspruchsvolle Aufgaben, die sie mit allen Sinnen und Stirnlampen meistern mussten. Bessere Aussichten hatten die Zuschauer auf den Stegen des gastgebenden Hamburger Segel-Clubs, die alle Manöver der Bavaria-Sportboote in den Scheinwerferkegeln gebannt verfolgten. Sein Motto "Im Dunkeln anschleichen und dann Beute machen" konnte der ehemalige Spiegel- und neue Chefredakteur der Digitalen Medien der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Mathias Müller von Blumencron nicht umsetzen, musste mit Platz fünf zufrieden sein. Die Tickets ins Finale verdienten sich mit dem Sieg im Dimension-Polyant Night Cup die Crew von Hochseeskipper Sven Vagt aus Hamburg und die zweitplatzierte Mannschaft von Weltumsegler Boris Herrmann.

Zur Halbzeit feierten die Meistersegler am Samstagabend ihre Meisterfeier im Hamburger Segelclub. Zum Motto "Rock the Dock" luden die Meisterpartner hanseboot und die Peter Frisch GmbH Deutschlands beste Segler zum abendlichen Gipfeltreffen ein.

YACHT/Morten Strauch HSC-Lokalmatador Max Gurgel und seine Crew segelten als Gruppensieger ins Finale

Die YACHT Meisterschaft der Meister wird am Sonntag ab 9.30 Uhr mit den besten zwölf Mannschaften fortgesetzt. Um den hanseboot Pokal segeln im Triple-Race-Finale die besten drei Mannschaften am Sonntagmittag, bevor sich die Sieger gegen 16.30 Uhr zur Preisverleihung in der hanseboot arena auf dem Messegelände im Herzen Hamburgs treffen.

Ergebnisse von Samstag (Vorrunde)

Ergebnisse von Sonntag (Finaltag)

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Themen: AlsterBavariaFrischHamburgHansebootMarkus WieserYACHT Meisterschaft der Meister

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