Rolex Fastnet Race 2021
Starke Leistung der deutschen Fastnet-Crews

Segelgruppe Störtebeker wird Zweite in ihrer Klasse. Gemeinsam mit der „Varuna“ ist sie in den Top-Ten der IRC-Gesamtwertung. Bei den Imocas gewinnt "Apivia"

  • Fabian Boerger
 • Publiziert am 12.08.2021
Es war ihr Rennen: Skipperin Katrina Westphal steuerte die Carkeek 47 "Störtebeker" des Hamburgischen Vereins Seefahrt Es war ihr Rennen: Skipperin Katrina Westphal steuerte die Carkeek 47 "Störtebeker" des Hamburgischen Vereins Seefahrt Es war ihr Rennen: Skipperin Katrina Westphal steuerte die Carkeek 47 "Störtebeker" des Hamburgischen Vereins Seefahrt

RORC/Rick Tomlinson Es war ihr Rennen: Skipperin Katrina Westphal steuerte die Carkeek 47 "Störtebeker" des Hamburgischen Vereins Seefahrt

Noch ist das Fastnet Race 2021 in vollem Gange, ein Großteil des Feldes hat mittlerweile den Fastnet Rock gerundet. Doch schon jetzt ist die Freude auf deutscher Seite groß. Nach derzeitigem Stand gelang es der Crew der Segelgruppe Störtebeker auf der Carkeek 47 des Hamburgischen Vereins Seefahrt in der Klasse IRC Zero, auf den zweiten Platz zu segeln.

Nach drei Tagen, elf Stunden und sechs Minuten überquerte das von Katrina Westphal geskipperte Schiff am Mittwochabend um 22.46 Uhr Ortszeit die Ziellinie vor dem Hafen von Cherbourg. Eine Top-Ten-Platzierung in der IRC-Wertung ist zum aktuellen Zeitpunkt noch möglich. Dort liegen die Hamburger Segler momentan auf dem neunten Platz. Insgesamt beendeten sie als 30. das legendäre Rennen um den Fastnet Rock.

Neben der Segelgruppe Störtebeker hat auch die deutsche Offshore-Yacht „Varuna“ (KER 56) das Rennen erfolgreich beendet. Die Crew um Skipper Jens Kellinghusen segelte zwar zehn Stunden eher – als insgesamt 14. Schiff – über die Ziellinie; allerdings war der errechnete Rennwert nach IRC-Vermessungsformel bei der Segelgruppe Störtebeker günstiger. Die „Varuna“ ist somit in der IRC-Zero- als auch in der IRC-Overall-Wertung einen Platz hinter der HVS-Crew.

In der Imoca-60-Klasse sind bereits am Mittwochmorgen die Würfel gefallen. Die Franzosen Charlie Dalin und Paul Meilhat holten sich den Sieg in dem 13 Schiffe zählenden Feld. Seit dem Start legte ihre „Apivia“ einen unglaublichen Ritt hin. Zeitweise konnten die Franzosen mit der weitaus größeren ClubSwan 125 „Skorpios“ mithalten. Charlie Dalin sagte nach dem Rennen: „Wir haben neue Foils und einige neue Segel. Man muss das Boot stets weiterentwickeln, um in der Spitze der Klasse dabei zu sein.“

RORC/Paul Wyeth Die ClubSwan 125 "Skorpios" war die erste Einrumpfyacht, die das Ziel beim diesjährigen Fastnet Race erreichte

Für Dalin dürfte der Sieg beim Fastnet Race eine kleine Entschädigung sein, nachdem er bei der diesjährigen Vendée Globe knapp den Titel an Yannick Bestaven abgeben musste. Dieser erreichte zwar hinter ihm das Ziel im französischen Les Sables-d’Olonne. Wegen einer Rettungsaktion hatte er jedoch Zeit gutgeschrieben bekommen, die ihn schlussendlich zum Sieger machte.

Beim Fastnet Race schied Bestaven schon während des Starts vor der südenglischen Isle of Wight aus. Bei einer Kollision im Getümmel der Startlinie wurde seine „Maître Coq“ beschädigt. Er musste in den Hafen zurückkehren.

Auf den zweiten Platz in der Imoca-Klasse segelte die „Charal“, gesteuert von Jérémie Beyou and Christopher Pratt. Dritter wurde das britische „11th Hour Racing Team“.

Das erste Schiff im Ziel vor Cherbourg war indes der Ultime-Tri „Maxi Edmond de Rothschild“. In einer Rekordzeit von 1 Tag, 9 Stunden und 15 Minuten beendete er bereits am Montag den Kurs des größten Offshore-Rennens der Welt.

Weitere Ergebnisse und ein Live-Tracker sind auf der Internetseite des Fastnet Race zu finden.


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