Fastnet Race
Fastnet light: Kreuzen zum Felsen

Das 45. Rolex Fastnet Race wird keine Rekordjagd: Die schnellsten Yachten werden die Wendemarke erst am frühen Dienstagmorgen erreichen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 12.08.2013

Rolex/Kurt Arrigo Beim Fastnet-Start umschwärmt wie das Licht von den Motten: Donna Bertarellis und Yann Guichards "Spindrift 2"

Mit dem ersten von acht Startschüssen für zwölf Klassen im 45. Fastnet Race kam auch die Sonne heraus und setzte den bekanntesten Langstrecken-Klassiker des Planeten schön in Szene. 335 Yachten unterschiedlichster Größe hatten am Sonntag vor Cowes ihre Segel mit Kurs auf den Fastnet-Felsen in der Irischen See und zurück nach Plymouth gesetzt. Hunderte Zuschauerboote und die Teilnehmer verwandelten den Solent in ein weiß schäumendes Meer. Zehntausende Fans verabschiedeten die Segler von den umliegenden Ufern der Isle of Wight aus in die Regatta. Mit Winden von anfangs zehn, später bis zu 15 Knoten starteten die Boote in einer west-südwestlichen Brise in das 611 Seemeilen lange Rennen. Ihr Programm für die erste Fastnet-Halbzeit: Kreuzen zum Felsen.

Rolex/Kurt Arrigo Fastnet 2013: Massenstart im Solent

Nach der ersten Nacht liegen erwartungsgemäß die beiden imposanten Trimarane "Banque Populaire" mit Skipper Armel Le Cléac'h und die "Spindrift 2" von Donna Bertarelli und Yann Guichard vorn, streben der prominenten Wendemarke mit Geschwindigkeiten von etwa 20 Knoten entgegen. "Spindrift 2" ist mit 131 Fuß Länge die größte Yacht. Das kleinste teilnehmende Boot ist eine Rogers 30. Jüngster Teilnehmer ist der zwölfjährige Brite August Stuart an Bord der elterlichen Yacht "Eos", einer Elan 410.

Das Feld der Einrumpfyachten führen erwartungsgemäß die beiden 100-Fuß-Megayachten "Esimit Europa 2" mit Jochen Schümann und Mike Slades schwerere "ICAP Leopard" an. Berechnet reicht dieses Zwischenergebnis für die Schümann-Crew vorerst aber nur zu Rang fünf in der imposanten Flotte der acht Einrumpfriesen.

Im Feld der acht Imoca-60-Yachten haben Vendée-Globe-Gewinner François Gabart und seine "Macif" die Bugspitze vorn. Jörg Riechers kämpft mit seiner neuen gebrauchten Imoca 60 "Mare" auf Platz sieben um Anschluss an die Führungsgruppe, hatte am Montagmorgen 13,5 Seemeilen Rückstand auf "Macif". Mathias Müller von Blumencrons "Red" hielt auf Rang fünf guten Kontakt zu den Spitzenreitern in der Class-40-Wertung. In der Wertungsgruppe IRC Zero liegt das Nachwuchsteam German Offshore Challenger vom Norddeutschen Regatta Verein mit Skipper Robert Stanjek nach der ersten Nacht auf Platz vier.

In der IRC-Gesamtwertung führt nach berechneter Zeit die französische J 122 "Nutmeg" von François Lognone und bestätigt damit die Einschätzungen der Experten: Das vergleichsweise leichtwindige 45. Fastnet-Rennen wird kein Rennen der Rekorde. Von den moderaten Bedingungen profitieren viele kleinere Yachten, weil die großen ihre Geschwindigkeitspotenziale nicht abrufen können.


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Themen: Esimit Europa 2Fastnet Race 2013Fastnet RockRobert StanjekSpindrift 2

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