Olympia 2012
"Fairness, Transparenz und Teamgeist"

STG-CEO Oliver Schwall übermittelte folgende Stellungnahme zur Causa Tina Lutz und Susann Beucke gegen den Deutschen Segler-Verband

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 20.04.2012

Team Lutz/Beucke Von der Piste zu Gericht: Lutz/Beucke klagen gegen den DSV in Sachen Olympiaqualifikation

STG Oliver Schwall, Sailing Team Germany

Es sind nur noch knapp 100 Tage bis zu den Olympischen Spielen und somit den wichtigsten Regatten für den deutschen Segelsport. Bis auf die Finn-Segler und die paralympischen Segler stehen die Nominierungen für die Teilnahme an den Olympischen Spielen für die deutsche Segelnationalmannschaft seit den Ausscheidungswettkämpfen im australischen Perth im Dezember fest. Auch in der 470er-Klasse sind die Würfel für das Team Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher (VSaW/NRV) gefallen. Doch vor dem Hamburger Landgericht trafen sich in der Sache „Tina Lutz und Susann Beucke gegen den Deutschen Segler-Verband (DSV)“ am vergangenen Mittwoch (18. April) das mit Kadelbach/Belcher konkurrierende Team im 470er und die Vertreter des DSV. Verhandlungsgegenstand war die „Entscheidung zur Nominierung der Seglerinnen für die Olympischen Spiele“ durch den DSV bzw. DOSB. Lutz und Beucke fühlen sich ungerecht behandelt und wollen durch Juristen ihre Nominierung durchsetzen.

Ich persönlich möchte die Umstände, die zur Nominierung geführt haben, nicht kommentieren und schon gar nicht der Entscheidung durch das Gericht vorgreifen. Mein Anliegen gilt der Zukunft des Segelsports. Was lernen wir aus diesem Fall? Wir müssen uns gemeinsam mit dem DSV, dem Deutschen Olympischen SportBund und der ISAF (Weltseglerverband) darum bemühen, dass so etwas nie wieder passieren kann. Die Aufgabe besteht darin, die bestehenden Regeln, Kriterien und Verfahren bei der Auswahl der Nationalmannschaften sowie den Ausscheidungs- und Nominierungsverfahren für die Olympischen Spielen so zu gestalten, dass Fairness, Transparenz und Teamgeist wieder in den Fokus unseres einzigartigen Sports rücken. Das Sailing Team Germany mit der deutschen Segelnationalmannschaft wird sich aktiv in diesen Prozess einbringen. Unser Ziel ist es, den Hochleistungssegelsport attraktiv für die Sportler, aber auch für die Öffentlichkeit zu machen. Wir brauchen Einfachheit, klare Kompetenzen und stringente Entscheidungswege. Nur so kommen wir wieder zu internationalen Erfolgen.

Oliver Schwall

CEO

STG Sailing Team Germany GmbH


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Themen: Deutschen Segler-VerbandDSVFriederike BelcherHamburger LandgerichtKathrin KadelbachOliver SchwallSailing Team GermanySusannn BeuckeTina Lutz

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