Exteme Sailing
Extreme Serie fühlt den Druck

Während die AC45 Kats mit Flügelrigg in Portugal Premiere feiern, will die Extreme Sailing Serie in Cowes den Relevanzbeweis antreten

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 05.08.2011

Lloyd Images „Groupama" und „Groupe Edmond de Rothschild" vor der Tribüne in Cowes 2010

„Trotz der unnötigen Terminkollision mit der America’s Cup World Series in Cascais, werden alle 11 Teams der Serie am Start sein, inklusive Emirates Team New Zealand und Artemis Racing, und eine erstklassige Besetzung mit Seglern aus 15 Ländern, die es gemeinsam auf 30 Olympiateilnahmen und 82 WM Titel bringen.” Das verlautet die ungeschminkte englische Version der Pressemitteilung vor der fünften Regatta der Extreme 40 Kats, die kommende Woche im Rahmen der Cowes Week abgehalten wird. Doch das sind längst nicht alle Terminsorgen, denn zur gleichen Zeit wird auch die olympische Testregatta auf der anderen Seite des Solent in Weymouth gesegelt.

Lloyd Images Kopfstand ahoi: „GAC Pindar" probiert eine alternative Schwimmlage

Es klingt ein wenig desperat, was die selbsternannten Wegbereiter des Stadionsegelns da kommunizieren. Dabei liegt doch die Beweispflicht bei der Konkurrenz der ACWS, die sich in Portugal erstmals mit einer Regatta der Öffentlichkeit präsentiert. Was die Veranstalter der Extreme Serie dabei wohl mehr bedückt als die Terminüberschneidung, ist das Abwandern einiger Stars zur ACWS, wie etwa Dean Barker und seine Kollegen vom Team New Zealand und Terry Hutchinson mit seinen Leuten vom offiziellen America’s Cup Herausforderer Artemis Racing. Die Extreme 40 von Artemis wird in Cowes demzufolge vom zweifachen Olympiadritten im Tornado, Santiago Lange (ARG) gesteuert, während bei den Neuseeländern Adam Beashel (AUS) Barker vertreten wird.

Lloyd Images Vom Event Sponsor ins Rennen geschickt: „Aberdeen Asset Management" mit einem 49er Segler am Ruder

Mit insgesamt 12 Teilnehmern (das zwölfte Boot, „Aberdeen Asset Management” wird vom britischen 49er Star John Pink pilotiert), hat die Extreme Serie ein deutlich größeres und bunteres Feld, das sich da in Ufernähe vor Cowes auf engen, kurzen Kursen um die Bojen pressen wird. Dabei sind harte Bandagen und kräftiger Kontakt zwischen Boot und Boot oder Boot und Beton beinahe garantiert, wie der Crash von Groupama letztes Jahr eindrucksvoll beweist.

Deutschlands Parademultihuller, Roland Gäbler, wird in Cowes mit Ehefrau Nahid und Starsegler Benedikt Wenk segeln. Wenk werkt am Bug, und Frau Gäbler ist „für die Taktik zuständig und fährt Großschot und Traveller”, wie Gäbler auf der Eventseite berichtet. Dabei geht es dem Skipper auch um so etwas wie Crashtherapie. “Nach dem Ramming mit Alinghi in Act 3 in Istanbul war bei uns der Faden gerissen”, jetzt soll es wieder aufwärts gehen.” Vom neunten Platz weg wäre noch Potenzial vorhanden.

Alinghi schießt Gäbler ab

Alles in allem wird’s eine dicke Woche für Katamaranfans. Wer nicht in Cowes sein kann, hat über Internet oder Fernsehen ausreichend Gelegenheit, das Treiben am Egypt Point zeitnah vom 6. bis 12. August zu verfolgen. Die Details zu den Sendezeiten und Stationen

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