Segel olympisch
Erst 2020 vor Malta: Offshore-Mixed-WM-Premiere verschoben

Was passiert, wenn sich Pläne schneller entwickeln als Inhalte: World Sailing hat die WM-Premiere der für 2024 geplanten Olympiadisziplin um ein Jahr verschoben

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 13.03.2019
Sie soll das erste Serien-Kielboot mit Foils werden. Die Figaro 3 von Beneteau Sie soll das erste Serien-Kielboot mit Foils werden. Die Figaro 3 von Beneteau Sie soll das erste Serien-Kielboot mit Foils werden. Die Figaro 3 von Beneteau

Chantiers Beneteau Sie soll das erste Serien-Kielboot mit Foils werden. Die Figaro 3 von Beneteau

Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht: Der Welt-Seglerverband World Sailing musste die bereits für dieses Jahr geplante erste Weltmeisterschaft in der für 2024 neu geplanten Olympiadisziplin Offshore-Mixed auf das kommende Jahr verschieben. Das Manöver macht Sinn, denn es stehen noch zu wenige Inhalte für den gemischten Seesegel-Wettbewerb fest. Nun soll die Premiere im Oktober 2020 parallel zum etablierten Rolex Middle Sea Race vor Malta ausgetragen werden. Veranstalter sind dann gemeinsam der Royal Malta Yacht Club und World Sailing.

In einer Pressemitteilung des Welt-Seglerverbandes heißt es: "Ursprünglich für 2019 geplant, hat World Sailing die Ausrichtung auf 2020 verschoben, damit ein komplettes Qualifikationssystem entwickelt werden kann, das den nationalen Mitgliedsverbänden die Qualifikation und die Vorbereitung auf den Event in hinreichender Weise erlaubt."

YACHT / M. Strauch Auch die L 30 – hier noch von zwei Männern gesegelt – ist als mögliches Mixed-Boot im Gespräch

Fakt ist: Die neue Disziplin steckt noch in den Kinderschuhen. Noch stehen wichtige Entscheidungen wie die über das Format und den Bootstyp aus. Angekündigt wurde für die Welttitelkämpfe in eineinhalb Jahren ein auf 20 Boote limitiertes Feld. Die Kurslänge soll aktuell an die Wetterbedingungen angepasst werden. Nationen, die bislang keinen oder wenig Zugang zum (Mixed-)Offshore-Segeln hatten, sollen in eineinhalb Jahren bei der WM von bereitgestellter Ausrüstung profitieren. Das gilt laut Welt-Seglerverband auch schon für die Vorbereitungs- und Trainingsphase in diesem Jahr, in dem Charterboote in Europa zu Trainingszwecken zur Verfügung stehen sollen. Fakten dazu, welche Boote das wann und in welchem Revier sein könnten, blieb World Sailing zunächst schuldig. Für die Zukunft hat der Welt-Seglerverband laut Präsident Kim Andersen "einen der großen Ausdauer-Wettbewerbe für das Zweihand-Seesegeln" im Visier.

Die Entscheidung über die künftige Bootsklasse für den neuen Mixed-Olympia-Wettbewerb und über das Regatta-Format der Disziplin will der Welt-Seglerverband "rechtzeitig" bekannt geben.


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Themen: MixedOffshoreSegeln olympischWelt-SeglerverbandWorld Sailing

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