Zweihand
Erfahrung als Geschenk zum Geburtstag

Jörg Riechers und Robert Stanjek rackern sich bei ihrem ersten gemeinsamen Zweihand-Rennen in Richtung Caen. Der Weg ist das Ziel

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 16.09.2016

Jean-Marie Liot/NCR 2016 Robert Stanjek: im Normandy Channel Race 2016 mit Jörg Riechers auf der Class 40 "Matouba"

BWR/Mireia Perello Happy Birthday, Jörg Riechers!

Dass sie ihr erstes gemeinsames Zweihand-Rennen nicht auf Anhieb würden gewinnen können, das war Jörg Riechers und Robert Stanjek vor dem Start ins Normandy Channel Race klar – zu betagt ist ihre Class 40 "Matouba", zu klein noch der gemeinsame Erfahrungsschatz, der bei dieser Premiere aber um einiges gewachsen und ein gutes Investment in die Zukunft sein dürfte.

Jean-Marie Liot / NCR 2016 Die Siegerin "Talès II"

Am Freitagnachmittag lagen der Hamburger Solo- und Extremsegler Riechers und sein olympisch erfahrener Co-Skipper aus Berlin im Feld der 21 Yachten (sechs weitere hatten bis dahin aufgegeben) auf Platz 16. Da hatten am Morgen Pablo Santurde und Fidel Turienzo mit ihrer "Talès II" schon die Ziellinie vor Caen gekreuzt und das Rennen nach vier Tagen, 17 Stunden, 41 Minuten und 43 Sekunden auf See gewonnen. Sie absolvierten den theoretisch 950 Seemeilen langen Kurs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,4 Knoten.

Jean-Marie Liot/NCR 2016 Mit Platz neun erfolgreichste Skipperin im Normandy Channel Race 2016: Isabelle Joschke an der Seite von Alain Gautier auf "Generali Horizon Mixité"

Jean-Marie Liot/NCR 2016 Den Sieg um nur knapp drei Minuten verpasst, aber der Konkurrentin "Talès II" ein großes Rennen geliefert: die "Imerys"-Crew

Nach packendem Dauer-Duell hatte die Rivalin "Imerys" mit Phil Sharp und Sam Manuard im Ziel nur knapp drei Minuten Rückstand. Bis Freitagnachmittag hatten weitere neun Yachten den Zielhafen erreicht. Darunter auch die Deutsch-Französin Isabelle Joschke mit Alain Gautier auf "Generali Horizon Mixité" als neuntes Team mit rund vier Stunden Rückstand auf die Sieger.

Von Bord hatte Robert Stanjek zuletzt am Donnerstagnachmittag berichtet: "Die ersten beiden Nächte waren sehr anspruchsvoll und körperlich fordernd. Wie immer haben Jörg und ich das Boot hart vorangetrieben. Seit Irland ist der WInd weggestorben. Wir können die anderen Boote nicht mehr sehen. Und wir wissen nicht wirklich genau, wo die Flotte sich befindet.

Wir haben uns entschlossen, einen direkten Kurs zu wählen und hoffen, dass wir einige unserer Rivalen einholen können. Unser Boot ist alt und nicht in der Position, mit den modernen Booten mitzuhalten. Also macht es auch keinen Sinn, irgendwelche unmöglichen Stunts auszuprobieren. Es ist ein bisschen frustrierend für Jörg und mich..."

Mit dem für den Abend erwarteten Zieldurchgang dürfte die Stimmung wieder steigen. Jörg Riechers hat heute Geburtstag und wird 48 Jahre alt. YACHT online gratuliert!

Hier geht es zu den Ergebnissen

Jean-Marie Liot/NCR 2016 Kraftvolle Flotte: der Start ins Normandy Channel Race 2016


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Themen: Isabelle JoschkeJörg RiechersNormandy Channel RaceRobert Stanjek

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