ORC-WM
Endspurt im Kampf um die WM-Medaillen

Nach Seesegeln "light" müssen die deutschen Crews in Podestnähe zwei Tage vor WM-Ende kämpfen, wenn sie noch Medaillen gewinnen wollen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 22.07.2016

Max Ranchi/ORC Ein "Sportsfreund" im WM-Einsatz vor Kopenhagen

Was geht noch für die GER-Yachten vor Kopenhagen? Nach mehr als der Hälfte aller Wettfahrten, dem erfolgten Cut, der Einteilung in Gold- und Silberflotte und einem weiteren gut gefüllten Renntag in leichten Winden liegen die deutschen Crews bei der ORC-Weltmeisterschaft weiter in Lauerstellung.

Max Ranchi/ORC Erkämpfte in flauen Winden Platz vier auf der Mittelstrecke: Axel Seehafers "Sportsfreund"-Crew

In Klasse A war es am Donnerstag trotz erneut flauer Sommerwinde zwischen einem und zehn Knoten gelungen, eine 39-Seemeilen-"Langstrecke" zu absolvieren, ohne die eine Seesegel-WM nicht offiziell anerkannt werden kann. Die Klassen B und C konnten zwei Kurzrennen segeln und nach bislang sieben Wettfahrten endlich das schlechteste Ergebnis ihrer Serie streichen.

Am dichtesten hat sich Peter Beck Mikkelsens First 40 "BM Yachting" vom Flensburger Segel-Club in ORC-Klasse B an die Podestplätze herangepirscht. Die zehnköpfige dänisch-deutsche Crew hat zwei Tage vor Ende der Welttitelkämpfe in dänischen Gewässern mit 24 Punkten nur einen halben Zähler Rückstand auf Platz drei. Spitzenreiterin in dieser mittleren WM-Klasse B ist die norwegische Landmark 43 "Santa" mit nur neun Punkten vor der finnischen X-41 "Normet" (16 Punkte) und Matti Sepps modifizierter X-41 "Premium". Thomas Jungbluts "Dockenhuden"-Crew vom Mühlenberger Segel-Club an der Elbe ist nach den Rängen 12 und 15 am Donnerstag auf Platz sieben zurückgefallen. Karl Dehlers "Sporthotel" liegt auf Platz 13, die "X-Day" mit Max Gurgel auf Platz 18.

Max Ranchi/ORC Klasse-C-Start am vierten WM-Tag

Für die Klassen B und C ist für Freitag der Start in die Mittelstrecke geplant. Hier liegt Knut Freudenbergs First 36.7 "Halbtrocken" mit 16,5 Zählern Rückstand auf Bronze auf Platz sieben. Die Flotte der 59 kleinsten Yachten im WM-Feld wird weiter von Jascha Bachs niederländischem Bach Yachting Racing Team angeführt. Die so stark in die Serie eingestiegene "Lance 12"-Crew um Bo Teichmann und Bouwe Bekking musste nach der Disqualifikation von Rennen vier und dem abgelehnten Antrag auf Protest-Wiedereröffnung zuletzt mit den Rängen 14 und 17 zwei weitere Dämpfer im Kampf um eine WM-Medaille hinnehmen.

Max Ranchi/ORC Segelt auf Titelkurs: Jascha Bachs Italia 9.98 "Bach Yachting"

In Klasse A ist es auch nach der 39-Seemeilen-Mittelstrecke am Donnerstag beim bereits bekannten Führungs-Trio geblieben: Yakimenko Vadims TP52 "Freccia Rossa" führt das Feld mit insgesamt drei Rennsiegen, einem dritten und einem vierten Rang mit nur 10 Punkten souverän an. Die schwedische Swan 45 "Stell" (16 Punkte) und die dänische Swan 45 SD "Tarik VII" (17 Punkte) kämpfen dahinter fast Bug an Bug auf Podestplätzen um WM-Medaillen. Der Abstand zwischen diesem Spitzen-Trio und den dahinter auf den Platzen vier bis sieben liegenden deutschen Yachten "Silva Neo" (29 Punkte), "Xenia" (29 Punkte), "Sportsfreund" (32 Punkte) und "Ember Sea" (36 Punkte) ist groß, aber nicht uneinholbar. Die besten Mittelstrecken-Ergebnisse des starken deutschen Quartetts hatten Matthias Miers "Ember Sea" (2.) und Axel Seehafers "Sportsfreund" (4.) ersegelt.

Kirsten Harmstorfs DK 46 "Tutima" tut sich in den leichten Winden schwer. Das Frauen-Team liegt vor den letzten beiden WM-Tagen auf Platz neun. Im sieben Stunden andauernden 39-Seemeilen-Rennen war "Tutima" in starker Strömung beinahe mit einem Tanker kollidiert, konnte den Riesen aber knapp passieren. Die größten Boote in Klasse A segeln am Freitag ab 10 Uhr weitere Kurzrennen, während die Klassen B und C gleichzeitig in ihre Mittelstrecke starten. Die Weltmeisterschaft endet am Samstag mit den letzten Kurzrennen in allen drei Klassen und der Meisterfeier.

Max Ranchi/ORC WM-Gold im Visier: Yakimenko Vadims Crew auf der TP52 "Freccia Rossa"


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