Match Race Germany
Ein Sieg für den englischen Fußball

Der viermalige Matchrace-Weltmeister Ian Williams hat das Match Race Germany gewonnen – ein Sieg für die britische Fußballehre

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 20.05.2013

MRG/Andy Heinrich Ian Williams und die Sieger-Crew im Match Race Germany 2013

Sechs Jahre nach seinem ersten Start im Match Race Germany hat der viermalige britische Matchrace-Weltmeister Ian Williams erstmals den deutschen Gipfel der World Match Racing Tour erobert. Mit seinem 1:0-Finalsieg über das neuseeländische Team um Adam Minoprio gewann Williams den Tour-Auftakt vor Langenargen auf dem Bodensee und 9000 US-Dollar Preisgeld. "Dieser Sieg war uns extrem wichtig", sagte Williams mit einem Augenzwinkern. "Am kommenden Wochenende werden zwei deutsche Vereine im Wembley-Stadion um den Sieg in der Champions League kämpfen. Da wollten wir schon sehr gern vorher als britisches Team einen Sieg in Deutschland feiern." Mit dem Sieg übernahm Williams auch die Führung in der Saisonwertung der World Match Racing Tour, die nach insgesamt sechs Stopps im Dezember beim Monsoon Cup in Malaysia mit der Krönung der Weltmeister endet.

MRG/Andy Heinrich Finalduell zwischen den Teams von Adam Minoprio (Neuseeland) und Ian Williams (Großbritannien)

Nach insgesamt 90 Duellen über fünf Tage und Segeln satt bei unterschiedlichsten Windbedingungen auf dem Bodensee fehlte es dem Wind beim Match Race Germany erst im Finale am Stehvermögen. Wettfahrtleiter Rudi Magg vom gastgebenden Yachtclub Langenargen sagte nach vier packenden und ereignisreichen Segeltagen am Pfingstmontag: "Das Wetter ist auch nicht mehr das, was es einmal war." Magg musste die Finalläufe auf jeweils ein Duell verkürzen, doch mit Williams und dem Drittplatzierten Franzosen Mathieu Richard fand die 16. Auflage der führenden deutschen Matchrace-Regatta würdige Sieger. Williams hatte zuvor schon die Round-Robin-Vorrunde gewonnen, in der jedes der zwölf teilnehmenden Teams aus acht Ländern einmal gegen jedes andere antrat. Mathieu Richard präsentierte sich und sein Match Racing Team nach einjähriger Pause beim Comeback eindrucksvoll. Richard sagte: "Wir sind absolut glücklich. Das Leistungsniveau war in diesem Jahr extrem hoch. Insofern ist Platz drei viel wert."

"Cool, Mr. Buhl!"

Tom Stoy/MRG Lässig im Jackett am Rad: Skipper Philipp Buhl und das STG/NRV Youth Team setzten nicht nur sportlich Akzente im Match Race Germany

Die heimlichen Helden des deutschen Matchrace-Klassikers waren junge deutsche Außenseiter. Laser-Europameister Philipp Buhl und sein STG/NRV Youth Team mit 49er-Weltcupsieger Erik Heil aus Berlin, den 49er-Seglern Justus Schmidt und Max Böhme sowie Michael Seifarth kamen mit einer Wild Card der Veranstalter, aber ohne große Matchrace- und Big-Boat-Erfahrung. Dennoch gelangen dem frechen Quintett zwei Siege, einer gegen den Deutschen Meister Sven-Erik Horsch und sein NRV Match Race Team. Der andere schmeckte noch süßer, weil die Talente mit Karol Jablonski einen Weltmeister bezwingen konnten. Gleichzeitig machten die Olympiasegler Schlagzeilen, weil sie sich nach dem offiziellen Rückzug ihres STG/NRV Youth Teams vom Youth America's Cup nun im Alleingang die Chance zum Start bei der Jugendregatta erkämpfen wollen und dafür bei ihrem Einsatz in Baden-Württemberg erste Unterstützung fanden. Ob ihr Weg zum Ziel führen wird, war am Pfingstwochenende aber noch nicht gesichert.

AWMRT/Brian Carlin Den Bodensee auch im Sturm erobert: Spannende Duelle in bis zu 25 Knoten Wind am Pfingstsonntag

Gesichert dagegen ist die 17. Auflage des Match Race Germany 2014. Fünf große Partner und Sponsoren haben bereits grünes Licht gegeben. "Für uns ein Riesenlob", sagte Veranstaltungsmanager Harald Thierer, "auf der Basis haben wir mit den Planungen für das nächste Jahr bereits begonnen."


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