52 Super Series
Ein Quantum Trost für die "Platoon"-Crew

Während das US-Team Quantum Racing die Regatta vor Puerto Portals gewann, musste die "Platoon"-Crew kämpfen. Tina Plattner überzeugte erneut am "Phoenix"-Steuer

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 27.08.2018
Regatta Puerto Portals Regatta Puerto Portals Regatta Puerto Portals

Nico Martinez/52 Super Series 2018 Regatta Puerto Portals

Nico Martinez/52 Super Series 2018 Doug DeVos Taktiker Terry Hutchinson, Stratege Dean Barker und Navigator Ian Moore haben das amerikanische Team Quantum Racing zum Sieg vor Puerto Portals geführt

Den Sieg bei der vierten von fünf Regatten der 52 Super Series sicherte sich vor Puerto Portals Doug DeVos' amerikanisches Team Quantum Racing mit nur drei Punkten Vorsprung vor dem erfahrenen Team auf „Azzurra“ mit dem argentinischen Taktiker und Olympiasieger Santi Lange. Den Italienern wiederum reichte ein Zähler Vorsprung um Harm Müller-Spreers „Platoon“ auf Platz drei zu verweisen. Dass es die Mannschaft um Harm Müller-Spreer am Ende aber noch so weit gebracht hat, war nach dem wackligen Auftakt eine starke Leistung.

Nico Martinez/52 Super Series 2018 "Platoon" legte zunächst eine "Achterbahnfahrt" durch die Tabelle hin, bevor sich die Mannschaft wieder auf ihre Stärken besann, vermeidbare Fehler ausließ und schließlich den dritten Podestplatz erkämpfte

Die „Platoon“-Crew war mit einem Tagessieg zunächst optimal in die Regatta der 52 Super Series vor Puerto Portals gestartet. Dann aber folgten noch am selben Tag ein 10. und ein 8. Rang. Die Weltmeister von 2017 stürzten ab in Richtung Tabellenende. Steuermann Harm Müller-Spreer war alles andere als zufrieden und haderte mit den Ergebnissen. Mit den Rängen 2 und 7 mangelte es seinem Top-Team auch am Folgetag an Konstanz, bevor es zum Ende der Woche wieder steil bergauf ging und das Team des Hamburger Eigners noch auf den dritten Podestplatz stürmte.

Mit insgesamt nur fünf Punkten Differenz zwischen dem ersten und dem fünften Team starteten die TP52-Crews in den letzten Regattatag. Entsprechend spannend verliefen die finalen beiden Rennen

Nico Martinez/52 Super Series 2018 Steuermann der "Platoon" ist Eigner Harm Müller-Spreer selbst

Was den amerikanischen Taktiker John Kostecki zu einer selbstkritischen Aussage bewegte: „Wir haben zu Beginn der Woche einige große Fehler gemacht, obwohl wir eigentlich gut gesegelt sind.“ Dass sein Teamchef Müller-Spreer verärgert war, hatte Kostecki zur Wochenmitte nicht verhehlt: „Er ist ziemlich sauer. Aber als Team sind wir darüber nicht überrascht. Wir haben ihn als Team enttäuscht. Das haben wir heute zum Thema gemacht. Er ist nun guter Dinge und spricht von der kommenden Saison. Er ist schon so lange dabei, und er ist ein Segler. Ich denke, dass er realisiert, dass wir gegen einige der Top-Segler der Welt antreten. Es ist also alles gut.“

Nico Martinez/52 Super Series 2018 In der 52 Super Series wird Segelsport auf höchstem Niveau gezeigt. Imposante Impressionen entstehen bei den engen Positionskämpfen auch…

Eindrucksvoll gut brachte Hasso Plattners Tochter Tina Plattner die familieneigene „Phoenix“ mit südafrikanischer Segelnummer über die anspruchsvollen Kurse. Im Wettbewerb mit America's-Cup-Prominenz, Olympiasiegern und Weltmeistern zeigte sich die 40-Jährige schnell lernende Neueinsteigerin erneut nervenstark und steuerte ihr Team mit Unterstützung von Taktiker Ed Baird und versierter Crew auf Platz vier, verwies dabei so renommierte Boote wie „Luna Rossa“, „Provezza“ und „Sled“ auf die hinteren Plätze. „Es läuft besser, als wir bei unserem Einstieg angenommen hatten“, sagte Tina Plattner gegenüber YACHT online, „wir sind alle selbst ein bisschen erstaunt.“

Nico Martinez/52 Super Series 2018 Für die traumhaft schönen Bilder sorgte vor Mallorca der spanische Fotograf Nico Martinez

Dass die italienischen America's-Cup-Herausforderer von Patrizio Bertellis Team Luna Rossa den krankheitsbedingten Verlust ihres Taktikers Jimmy Spithill doch nicht so leicht wegsteckten wie erhofft, zeigte ihr fünfter Platz im Konzert der zehn rasant schnellen Yachten vom Typ TP52 in mallorquinischen Gewässern. Und schließlich musste auch Neueinsteiger Peter Burling eine ungewöhnliche Erfahrung machen: Mit Tony Langleys Team auf „Gladiator“ belegte der America's-Cup-Gwinner, Olympiasieger und Volvo-Ocean-Race-Dritte nur den zehnten und letzten Platz. Was zeigte: Auch ein Superstar kann aus einer wenig erfolgreichen Mannschaft nicht über Nacht ein Sieger-Team machen.

Hier geht es zu den Ergebnissen und das Tabelle der 52 Super Series. 

Nico Martinez/52 Super Series 2018 So eng wie in dieser "Jagdszene" geht es in der 52 Super Series ständig zu


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Themen: 52 Super SeriesDoug DeVosHarm Müller-SpreerPhoenixPlatoonQuantum RacingTina Plattner

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