505er-WM La Rochelle
Ein halber deutscher Sieg

Sechs deutsche Boote in den Top Ten, aber die Dänen stahlen die Show. Nur gut, dass der Sieger einen „Legionär” an der Vorschot hatte

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 30.07.2012

Christophe Favreau/SAP 505er-Weltmeister Saugman/Görge

Bei der SAP 505er-WM, die am Wochenende in La Rochelle mit der Rekordbeteiligung von 185 Booten abgeschlossen wurde, las sich die erste Seite der Ergebnisliste, als wär’s eine deutsche Meisterschaft mit ausländischer Beteiligung gewesen. Nur ganz vorn, da hatten sich ein paar gute Bekannte der nördlichen Nachbarn etabliert. Jørgen Bojsen-Møller, der zweimalige FD-Olympiamedaillengewinner, der mit Bruder Jacob unterwegs war, musste mit Silber vorlieb nehmen hinter Landsmann Jan Saugman, der seit dem Tod seines Stammvorschoters Morten Ramsbæk mit dem Deutschen Martin Görge segelt. Saugman/Görge wurden im Verlauf der Veranstaltung immer stärker und behielten am diffizilen Schlusstag mit einem 3. Platz die Nerven, was ihnen auch den Titel bescherte.

Christophe Favreau/SAP Top Germans. Kellner/Schöler, die bis zur achten Wettfahrt führten, sich aber am Schluss mit Platz 3 begnügen mussten

Christophe Favreau/SAP Top-Lady. Meike Schomäker mit Holger Jess am Draht

Des einen Freud ist des andern Leid. Die von der ersten bis zur achten Wettfahrt führenden Christian Kellner und Martin Schöler vergeigten ihre Favoritenstellung mit einer Aufgabe in der neunten und letzten Wettfahrt. Erst die falsche Seite erwischt, dann über den Spi gesegelt, und aus der Traum. Geblieben ist immerhin Bronze, vor dem 470er-Segler Morten Bogacki, der mit Lars Dehne antrat und Claas Lehmann/Leon Oehme. Dann erst die Titelverteidiger Wolfgang Hunger/Julien Kleiner, die mit einer Disqualifikation und einem 44. zwei fette Streicher kassierten, womit ihnen neben den guten Tagesplätzen 1, 2, 5 und 8 immer noch drei Zweistellige in der Wertung blieben.

Beste Dame war einmal mehr Meike Schomäker, die mit Stammvorschoter Holger Jess auf Rang 16 kam und damit immerhin den alten Fuchs Howie Hamlin aus den USA (16.) ausstechen konnte und auch die Rivalin aus dem eigenen Lager, Sophie Heyer, die mit Sebastian Salein in diesem Monsterfeld auf den ausgezeichneten 17. Platz kam.

Sehr rührend: die Verabschiedung des ältesten Teilnehmers Jim Berry, der sich mit 79 Jahren nach dieser WM endgültig zur Ruhe setzt.

Highlights vom Schlusstag

Die Veranstalterseite  und die kompletten Ergebnisse


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