Seite 1: Silverrudder 2019
Ein bisschen hart, ein bisschen zart: Silverrudder nach Maß

Irgendwie hatte das Wetter was gutzumachen – und so folgte auf die Sturm-und-Bruch-Wettfahrt im Vorjahr an diesem Wochenende ein Silverrudder zum Genießen

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 22.09.2019
Harte Kreuz: Ab Fynshoved im Nordosten Fünens kam der schwerste Teil des Silverrudder – 30 Meilen hoch am Wind gegen eine rumpelige See Harte Kreuz: Ab Fynshoved im Nordosten Fünens kam der schwerste Teil des Silverrudder – 30 Meilen hoch am Wind gegen eine rumpelige See Harte Kreuz: Ab Fynshoved im Nordosten Fünens kam der schwerste Teil des Silverrudder – 30 Meilen hoch am Wind gegen eine rumpelige See

Seascape/First/A. Sutej Harte Kreuz: Ab Fynshoved im Nordosten Fünens kam der schwerste Teil des Silverrudder – 30 Meilen hoch am Wind gegen eine rumpelige See

Nicht , dass ein falscher Eindruck entsteht: Leicht war das nicht! Leicht ist ein Einhandrennen über 134 Seemeilen eigentlich nie, wenn es um eine Insel mit vielen Flachs, engen Sunden und an manchen Stellen mit bis zu zwei Knoten Strom gegenan führt.

Seascape/First/A. Sutej Zum Abschluss ein gutes Dutzend Halsen: Yachten bei Spätsommerwetter kurz vorm ersehnten Ziel im Svendborg-Sund

Doch die Mischung macht es, und diesmal stimmte sie.

Mit leichtem Wind von achtern und Schiebestrom starteten am Freitagmorgen 306 Einhandskipper von der neu ausgelegten Linie direkt vor dem Hotel "Christiansminde", das eigens fürs Silverrudder und für die Zuschauer ein Buffet auf der Terrasse aufgebaut hatte. Wegen anhaltenden Starkwinds in den Tagen blieben gut 100 gemeldete Yachten dem Solo-Klassiker fern – was angesichts der recht moderaten Vorhersage fürs Rennen bitter gewesen sein muss.

Denn anfangs wehte es mit 8 bis 12 Knoten geradezu sanft, später mit 15 bis 25 Knoten schon deutlich frischer aus West. Am Samstagmittag aber drehte die Brise unter Hochdruckeinfluss südlich und nahm zum Abend hin deutlich ab. Auf Niesel und tiefhängende Wolken beim Start folgten Sonnabend gleißender Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen, weshalb etliche Segler in kurzen Hosen zurückkamen. Wettfahrtleiter Lars Bræstrup sprach vom "schönsten Segelwetter, das man sich im Herbst überhaupt nur vorstellen kann" – was zumindest vom Ende her betrachtet zutraf.

Gleichwohl war das Silverrudder 2019 kein lockerer Wochenendtörn, im Gegenteil.

  • 1
    Silverrudder 2019
    Ein bisschen hart, ein bisschen zart: Silverrudder nach Maß
  • 2
    Wie Segelbundesliga-Meister Tobi Schadewaldt sein erstes Solo-Rennen erlebte
    Silverruder: Ein bisschen hart, ein bisschen zart – Teil 2
  • 3
    Melwin Fink: Mit 17 ganz cool rund Fünen – und dann gleich eine Kollision in der Nacht
    Silverrudder: Ein bisschen hart, ein bisschen zart – Teil 3
  • 4
    Class-40-Skipper und Sieger Mathias Müller von Blumencron über den Charme der Regatta
    Silverrudder: Ein bisschen hart, ein bisschen zart – Teil 4
  • 5
    Stefan Knabes "Husarenstück" unter der Großen-Belt-Brücke
    Silverrudder: Ein bisschen hart, ein bisschen zart – Teil 5

Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: EinhandRegattaRund FünenSilverrudder 2019Solo

Anzeige