Regatta-News
DSV-Trainingscenter in Kiel

Leistungssegler trainieren in Kiel und Warnemünde für Peking

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 20.05.2005

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) hat in Kiel-Schilksee seinen ersten zentralen Trainingsstandort für Leistungssport eröffnet.

Damit wird sich das Training der Bundes- und Nachwuchskader ab sofort auf zwei Städte konzentrieren: für die olympischen Disziplinen Einhand, High Performance und Surfen auf Kiel sowie für die olympischen Disziplinen Zweihand und Kielboot auf Rostock-Warnemünde.

Die verantwortlichen DSV-Gremien hatten sich nach intensiver Beratung für diese beiden Reviere entschieden, weil sie die für das Spitzentraining unerlässlichen Kriterien "Windsicherheit" und "Wellenrevier" am besten erfüllen.

Der symbolische Startschuss für den Stützpunkt Rostock-Warnemünde wird am 20. Mai gegeben.

"Das ist ein wichtiger Tag für den Leistungssport im Segeln", so DSV-Präsident Dierk Thomsen in Kiel, "weil wir jetzt effizienter arbeiten können."

Auch DSV-Vizepräsident Emil Steinke zeigte sich überzeugt von dem neuen Konzept: "Unser Sport beruht auf Erfahrung und Vergleich. Wir brauchen die zentralen Standorte, damit die Sportler in homogenen Gruppen trainieren können."

Die Kadersegler können jetzt täglich gemeinsam ihre Leistung optimieren. Grundsätzlich sind alle Bundestrainer vor Ort aktiv — bei Regatten und auswärtigen Trainings werden sie durch Honorartrainer ersetzt.

Damit wird den Spitzensportlern eine kontinuierliche Betreuung geboten. In den vergangenen Jahren hatte die deutsche Segelsportelite an wechselnden Standorten trainiert.

Auch der persönliche Lebensmittelpunkt der Athleten soll sich auf Kiel und Rostock konzentrieren. Um den Sportlern aus anderen Bundesländern den Sprung gen Norden zu erleichtern, hat der Deutsche Segler-Verband in Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein mit den ansässigen Universitäten, Leistungszentren und Schulen Kooperationsverträge für eine leistungssportgerechte Ausbildung geschlossen.

Grundsätzlich soll die intensive Betreuung an den zentralen Trainingsstandorten nach dem Schulabschluss starten und möglichst bis zum Erreichen des A-Kaderstatus fortgeführt werden. Im Idealfall würden so 50 bis 60 Kadersegler pro Standort trainieren.


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