Isaf-Weltcup
Die Waschmaschine von Weymouth

Es war ein Mittwoch ohne Muskelschonung, denn wieder pustete es aus West. Manche erlitten Bruch, manche schwammen und manche gewannen

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 09.06.2011

onEdition Harte Bandagen für die Finns auf der Außenbahn Foxtrott. Hier Matthias Miller von deutschen Team

Bis auf Skud und 2,4 mR mussten alle raus. Finn und Stare sogar ganz weit, auf die Bahn Foxtrott. Dort wurde wenig getanzt und stattdessen ums Überleben gekämpft, bei Winden jenseits von 25 Knoten und Wellen wie in Kalt-Hawaii. Es war auch der letzte Tag vor der Flottenteilung in den meisten Klassen, und den Deutschen gelang dabei viel: Insgesamt acht Boote auf Top-10-Plätzen ist eine erfreuliche Zwischenbilanz.

onEdition Bei Wind läuft's: Philipp Buhl steht bei den Lasern derzeit auf dem sehr guten 7. Platz

Bei den Lasern kam Philipp Buhl nach dem verpatzten Auftakt in seinen Gruppenläufen sehr gut ins Fahren und etablierte sich nach zwei starken Tagen bei starkem Wind in der Gesamtwertung  auf Platz 7, vier Punkte hinter Simon Grotelüschen, der weiter Gas gibt und auf Platz 5 steht. Wieder erstarkt ist auch Franziska Golz, die im Laser Radial genauso wie Anke Helbig zwei Top-10-Plätze anschrieb. Goltz hält sich auf Platz 9, während Helbig auf Rang 27 auch noch komfortabel in der oberen Hälfte firmiert.

Hurtig unterwegs sind auch manche deutschen 49er, die insgesamt drei Boote im Finale der Top 25 haben. Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann gewannen ihren letzten Qualilauf und liegen nach nur sechs gewerteten Wettfahrten auf dem 9. Platz. Einen Totalausfall in der fünften Wettfahrt konnten sie streichen. Ebenfalls im Finale dabei: Briesenick-Pudenz/Massmann (14.) und Rieger/Rieger (21.)

onEdition Annina Wagner/Marlene Steinherr fristen bei den 470er-Frauen ein eher unbelohntes Mittelfelddasein

Toni Wilhelm festigte mit zwei vierten Laufrängen im RS:X den siebten Platz in der Gesamtwertung und fand die fast 30 Knoten Wind am Schluss „aufregend". Bei den RS:X-Damen ist Moana Delle derzeit 16. während die 470er-Damen Kathrin Kadelbach/Friederieke Belcher vom 7. auf den 11. Rang zurückfielen, aber noch Chancen für das Medalrace haben. Auch ein bisschen von der guten Luft schnuppern dürfen Tina Lutz/Susann Beucke als 14.

onEdition Moana Delle (hier mit Innenposition) hofft auf etwas weniger Wind, um sich vielleicht doch noch fürs Medalrace zu qualifizieren

Im Star wurde wegen hoher Bruchgefahr nur eine Wettfahrt gesegelt, die Alexander Schlonski/Mathias Bohn als 7. beendeten. Damit haben sie Robert Stanjek/Frithjof Kleen in der Gesamtwertung überholt und liegen auf Rang 16, einen Platz vor ihren punktgleichen Rivalen. Die anderen bestplatzierten Deutschen: 2,4 mR – 5. Heiko Kröger (gestern windbedingt außer Dienst); Finn – 30. Matthias Miller; Sonar – 10. Jens Kroker/Robert Prem/Siegmund Mainka; 470er-Männer – 24. Ferdinand Gerz/Patrick Follmann, die immerhin einen Laufsieg im Buche stehen haben.

onEdition Hohe Bruchgefahr am Starkurs reduzierte das Tagesprogramm auf eine Wettfahrt. Schlonski/Bohn sind als 16. derzeit vorderste Deutsche

Für heute ist deutlich weniger Wind vorhergesagt, aber kaum weniger Spannung, sowohl bei den Gesamtergebnissen in den einzelnen Klassen als auch bei der internen Ausscheidung für die Olympischen Spiele.

Zur Regattaseite und den Ergebnislisten .


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Themen: Kathrin KadelbachPhilipp BuhlSailing Team GermanySimon GrotelüschenSkandia Sail for Gold WeymouthTobias SchadewaldtToni WilhelmWeymouth

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