Isaf-Weltcup
„Die Hippe läuft" in Weymouth

Solider Auftakt: Zwei Laufsiege und etliche einstellige Plätze – darunter auch ein „achteinhalbter" – schlagen für deutsche Segler zu Buche

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 06.06.2011

onEdition Fast Franziska: Mit dem Sieg im ersten Gruppenlauf liegt Goltz vorläufig auch im Gesamtklassement in Führung

Anfangs war’s mühsam mit dem Wind vor der südenglischen Küste, doch die Veranstalter behielten die Nerven und warteten, bis die Wolken aufrissen. Mit der Sonne gab's dann ein wenig Seebrise und reichlich Action auf den Bahnen der Skandia Sail for Gold Regatta. Was sich dabei ebenfalls zeigte: Die intensive Vorbereitung der Deutschen auf die erste Aussscheidungsregatta im Olympiarevier trägt offenbar Früchte.

onEdition Mannschaftlich waren die deutschen 49er stark, doch Leopold Fricke/Lorenz Huber hatten als 29. einen sub-optimalen Auftakt

Sehr sonnig war gestern dann auch die Laune von Franziska Goltz, die im Laser Radial ihren Gruppenlauf gewinnen konnte und sich im Moment die Gesamtführung mit Sophie de Turckheim aus Frankreich teilt. Gut gelaunt auch Neo-Kranführer Heiko Kröger. Er hat seit neuestem nicht nur eine Lizenz zum Kranen seines Bootes, sondern gewann auch die Eröffnungswettfahrt bei den 2,4 mR und liegt insgesamt auf Rang vier. Eigentlich „nur" auf Rang vier, weil er sich im zweiten Lauf mit dem Tschechen Sadilek den achten Platz teilte, was beiden je 8,5 Punkte bescherte.

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Andere schwarz-rot-goldene Highlights: Simon Grotelüschen schaffte in der einzigen Laserwettfahrt auch Rang vier, Windsurferin Moana Delle hält bei den RS:X-Damen mit den Tagesrängen 2 und 7 den fünften Platz, während Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann im 49er nach drei Wettfahrten auf Rang 10 zu finden sind. Keck: Max und Moritz Rieger, die mit den Rängen 4 und 3 begannen, dann allerdings mit einem 21. Platz Punkte hamsterten und somit im Gesamten 13. sind, noch vor den australischen Superstars Outteridge/Jensen. Gut ging's auch bei den 470er-Frauen, bei denen Tina Lutz/Susann Beucke nach zwei konstanten Leistungen immerhin auf dem neunten Platz stehen. Toni Wilhelm hielt sich bei den RS:X-Männern mit einem 12. Platz im einzigen Lauf achtbar. Matchracerin Silke Hahlbrock gewann in ihrer Gruppe drei von vier Läufen und hielt damit die Chancen zum Weiterkommen aufrecht. Nicht ganz so doll lief es im Finn (Jan Kurfeld, 33.), im Sonar (Jens Kroker/Robert Prem/Siegmund Mainka, 9.), bei den 470er-Männern (Lucas Zellmer/Heiko Seelig, 19.)

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Das Missgeschick des Tages unterlief dem britischen Segelkönig Ben Ainslie, der als Führender bei den Finns das falschen Gate anpeilte und so den Neuseeländer Dan Slater noch passieren lassen musste. Ebenfalls nur einen Lauf gab's bei den Staren, und der wurde von den Brasilianern Robert Scheidt/Bruno Prada gewonnnen. Da diese für Deutschland besonders interessante Klasse bis spät in den Abend segelte, lagen bei Redaktionsschluss komplette Ergebnisse oder aktuelle Bilder noch nicht vor.

Die Laune im deutschen Lager ist gut. „Erster und 8,5ter – die Hippe läuft. Ich bin wieder dabei. Morgen wird's wieder toll, jawoll. Weymouth Sail for Gold. Kalt hier, aber nicht so übel ...", fasste Kröger den Eröffnungstag auf seiner Facebookseite zusammen.

Zum Tagesbericht   und den Ergebnissen .


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