ISAF Segel Weltcup
Deutschland hofft in Hyères

Noch sind bei der Olympiaqualifikation nicht alle Karten auf dem Tisch. Dennoch müssen Deutschlands Hoffnungsträger in Fahrt kommen

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 23.04.2011

STG Kann sich das deutsche Team in Hyeres steigern? Hier die 470er Segler Zellmer/Seelig

Die Qualifikation für Olympia 2012 naht mit Riesenschritten, somit herrscht starker Andrang bei der Semaine Olympique Française, der vierten ISAF Weltcup Regatta der Saison 2010/2011, die Sonntag im südfranzösischen Segelmekka Hyeres beginnt. Bei den Finns, Lasern und im Frauen Match Race gab es sogar Wartelisten, weil viele Länder deutlich mehr Boote schicken wollen, als die Quote zulässt. Insgesamt etwa 1000 Athleten aus 60 Nationen, darunter 49 deutsche Segler, werden am Start sein. Das numerisch größte deutsche Kontingent mit 11 Booten geht bei den 470 Männern an den Start.

STG Stanjek/Kleen legte mit Platz 2 in Palma einen Podestplatz vor, der das Selbstvertrauen stärkte

Die DSV Akteure werden gut daran tun, ihr Potential voll auszuschöpfen, bevor es um die Vergabe der Olympiastartplätze geht. Hyeres ist für viele die letzte internationale Vorbereitung für die Qualifikation, die am 5. im Olympiarevier vor Weymouth beginnt. „Wir haben bei unserer ersten gemeinsamen Regatta nach vier Jahren eine gute und konstante Leistung gezeigt und sehr starke Teams hinter uns lassen können. Die Olympiaausscheidung kann kommen," steht beispielsweise am Blog  von Starvorschoter Frithjof Kleen, der mit seinem „neuen alten” Steuermann Robert Stanjek vor zwei Wochen bei der Princesa Sofia Trophy genauso Platz 2 belegen konnte, wie Heiko Kröger im paralympischen 2,4 mR. Dennoch blieb das deutsche Team allgemein hinter den Erwartungen. Mit Alexander Schlonski/Matthias Bohn (Star) gab es nur noch eine Top 10 Platzierung, während Moana Delle bei den Windsurfern und Simon Grotelüschen bei den Lasern den Einzug ins Medal Race nach zum Teil guten Leistungen knapp verpassten.

STG Moana Delle steigerte sich im Laufe der Weltcup Regatta in Palma. Trotz eines Laufsiegs am Schlusss verpasste sie den Einzug ins Medal Race.

Auch wenn manche Hoffnungsträger wie zum Beispiel Silke Hahlbrock beim Damen Matchrace zuletzt in Palma hinter den Erwartungen blieben, herrscht im Sailing Team Germany weiterhin Optimismus, wie etwa bei Tina Lutz von den 470er Damen:

Die 470er Seglerinnen Tina Lutz und Susan beucke träumen von Weymouth 2012

Allgemein ist zu erwarten, dass sowohl die starken Briten als auch die gastgebenden Franzosen um die Vergabe der Medaillen mitreden werden. Die ersten Wettfahrten gibt’s am Sonntag, das Finale dann am Freitag, den 29.4. Gesegelt werden in den meisten Klassen 11 Wettfahrten inklusive Medal Race, während  bei den 49ern 16 Läufe vorgesehen sind. Bei den paralympischen Klassen hingegen sind nur 10 Wettfahrten angesetzt, während beim Frauen Match Race insgesamt 186 Läufe gesegelt werden sollen. Letztes Jahr Jahr herrschte in Hyeres Windmangel, doch im Moment bläst es (noch) kräftig. Mehr Information finden Sie auf der Regattaseite und beim Sailing Team Germany .

,


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: Frithjof KleenHeiko KrögerHyèresRobert StanjekSailing Team GermanySemaine Olympique FrançaiseTina Lutz

Anzeige