Extreme Sailing
Deutsches Team in Hamburg dabei

Zwei Familien und zwei Generationen auf einem Boot: Gäblers und Kohlhoffs starten gemeinsam beim Katamaran-Spektakel in Hamburg

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 06.07.2015

LloydImages Kat-Action wie hier vor Sydney 2014 dürfte auf der engen, böigen Elbe garantiert sein

Vom 23. bis 26. Juli segelt die Extreme Sailing Series ihren Act 5 vor den Toren Hamburgs. Gesegelt wird auf der Elbe vor der Hafencity, für Zuschauer sicher ein besonderer, actiongeladener Anblick. Und wer dabei ein Heimteam benötigt, um seine Sympathien projizieren zu können, kommt jetzt auch auf seine Kosten: Es wird ein deutsches Team am Start sein.

Der junge Kieler-Woche-Sieger Paul Kohlhoff, 20, und der Olympiamedaillengewinner und vielfache Segel-Weltmeister Roland Gäbler, 50, bündeln ihre Kräfte. Mit ihrem neugebildeten Team Extreme Germany werden sie gegen acht internationale Top-Crews antreten. Roland Gäbler ist mit fünf Olympiateilnahmen und neun WM-Titeln in der Tornado-Klasse einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Segler und hat auch früher schon an den Extreme Sailing Series teilgenommen. Der Bremer ist Skipper und Steuermann der deutschen Mannschaft. Neben ihm wird auch seine Frau Nahid Gäbler als Vorschoterin dem Team Extreme Germany angehören. Gemeinsam haben beide zahlreiche internationale Meisterschaften in der Tornado-Klasse gewonnen.

Paul Kohlhoff, der in Strande bei Kiel wohnt, hat im Juni die Kieler Woche in der Katamaran-Klasse Nacra 17 gewonnen. Kohlhoffs erklärtes Ziel ist ein Start bei den olympischen Spielen 2016 in Rio. In Hamburg wird er als Taktiker eine Schlüsselrolle spielen. Die Teilnahme seines Bruders Max Kohlhoff (Kiel) und seines Vaters Peter Kohlhoff (Strande) machen das Team Extreme Germany zu einer echten Familienangelegenheit. Bugmann Max, 22, hat beim Red Bull Youth America’s Cup 2013 mit dem deutschen All In Racing Team Erfahrung auf großen und extrem schnellen Katamaranen gesammelt. Peter Kohlhoff, 47, ist Bigboat-Segler, er wird das Großsegel trimmen.

"Für uns bedeutet die Teilnahme eine riesige Herausforderung", sagt Roland Gäbler, "wir werden vor dem Act nur zwei Trainingstage haben." Damit dürfte es schwer werden, bei den Topteams mitzuhalten. Dennoch gibt es vielleicht einen kleinen Vorteil: Die Gäblers waren im Mai dieses Jahres während des Hafengeburtstages die ersten, die jemals mit einem Extreme 40 auf der Elbe segelten. "Die Rennstrecke auf dem Fluss ist schmal, es gibt starke Strömungen. Das wird für alle Segler ein echter Test und für die Zuschauer ein großartiges Spektakel", so Gäbler.

Das Race Village wird für die Fans vom Freitag, 24. Juli, an seine Tore öffnen. Der Eintritt ist frei. Dort können die Zuschauer die Rennen aus nächster Nähe verfolgen und ihre Heimmannschaft, das Team Extreme Germany, anfeuern.

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Themen: Extreme Sailing SeriesGäblerHamburgKohlhoff

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