Audi MedCup
Deutsches Mittelmaß in Murcia

Nach den Erfolgen in Marseille und Sardinien war die Region of Murcia-Cartagena Trophy für die deutschen TP-52-Teams viel Müh mit wenig Lohn

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 28.08.2011

Ian Roman/AudiMedCup Heimstark: Die spanische „Bribon", das älteste Schiff in dieser Regatta, überzeugte vor eigenem Publikum

Ein Laufsieg am Schluss brachte das „Audi Sailing Team powered by All4One” mit Skipper Jochen Schümann noch auf den vierten Rang nach vorn, mit nur einem Punkt Rückstand auf die Podestplätze. Aber nach dem guten Abschneiden in jüngerer Vergangenheit war der Auftritt bei der Region of Murcia-Cartagena Trophy, die bei sehr wechselhaften Bedingungen gesegelt wurde, aus deutscher Sicht enttäuschend. „Container”, mit Steuermann Markus Wieser das Überraschungsteam der ersten Regatten, traf es noch härter. Der fünften Schlussrang in Spanien kostete den zweiten Platz in der Tourwertung, der nun von „Audi Azzurra Sailing Team” aus Italien eingenommen wird, das in Cartagena den zweiten Platz belegte. Gewonnen haben die spanischen Lokalmatadore auf „Bribón“, die damit das vierte Siegerschiff in der vierten MedCup-Regatta ist. Mit diesem Gewinn bestätigte das älteste Boot im Feld die gute Form, die sich schon in Mallorca bei der Copa del Rey angedeutet hatte.

Stefano Gattini_Studio Borlenghi/AudiMedCup Bemüht: „Audi All4One" verbesserte sich im Laufe der Regatta, doch fürs Podest fehlte am Schluss ein Punkt

Außer Tritt, aber als Dritte immer noch gut genug für einen Platz an der Sonne, war „Quantum Racing“ (USA), die in der Jahreswertung weiterhin aber nur noch knapp vor „Azzurra” liegt. Die Rettung für Skipper Ed Baird und Kollegen war der Gewinn der 1,5-fach bewerteten Mittelstrecke, bei der Schümann und „Audi All4One” lange führten, dann aber noch zurückgereicht wurden. „Im Küstenrennen haben wir unseren Podiumsplatz verschenkt“, gab Schümann laut Pressestelle zu Protokoll. „Wir sind schlicht vor dem Wind bei mittlerer bis frischer Brise noch zu langsam.“

Ian Roman/AudiMedCup Lee-Casanova: „Container" (r.), sonst eher nicht im Vorderfeld zu finden, erwischt hier einen guten Start nahe der Boje

Kritisch über das Gezeigte äußerte sich auch Wieser: „Wir sind einfach zu schlecht gesegelt hier, gar keine Frage. Wir hatten das Boot auf Leichtwind umgestellt, haben aber gegenüber der Konkurrenz an Boden verloren und sind im Vergleich langsamer geworden. Das macht einen dann unsicher und beeinflusst somit auch die Taktik negativ. Jetzt müssen wir uns wieder finden, in Ruhe die Fehler analysieren und kommen hoffentlich gestärkt nach Barcelona zurück.“

Ian Roman/AudiMedCup Stark: Das „Audi Azzurra Sailing Team" (r.) belegte am Schluss den 2. Rang. Die Italiener verloren den sicheren Sieg auf der Langstrecke und vielleicht auch in der Regatta mit einem gebrochenen Großfallbeschlag

Die fünfte und letzte Regatta findet von 12. bis 17. September in Barcelona statt. „Quantum” und „Azzurra” kämpfen dort um den Toursieg, während es für „Container” immerhin noch um einen Platz auf dem Treppchen geht.

Audi MedCup Cartagena

16 Bilder

Die Region of Murcia-Cartagena Trophy im Bild

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