Audi Medcup
Deutsche Welle in Sardinien

Der Mistral macht’s möglich: „Container” und „All4One” gewinnen die ersten Wettfahrten vor Cagliari und genießen die Doppelführung

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 20.07.2011

Ian Roman/Audi MedCup Ungebremst: „Container" zeigt sich in Sardinien vor allem vor dem Wind wieder in Bestform. Ein Tagessieg und ein zweiter Platz bedeuten die Gesamtführung

Skipper Markus Wieser, Taktiker Hamish Pepper und die anderen Jungs auf „Container” machten im Golf der Engel dort weiter, wo sie in Marseille aufgehört hatten. Nach den Rängen 1+2 bei böigem umd drehendem Mistral am ersten Tag der Region of Sardinia Trophy, dem dritten Stopp des Audi Medcups, liegt die deutsche TP 52 in Führung. Zwei Punkte dahinter folgt mit den Plätzen 4+1 das franko-germanische Team "Audi Sailing Team powered by All4One” und mit vier Punkten Abstand die schwedische „Rán”. Ganz von der Rolle ist hier „Quantum Racing”, das US-Team, das in der Medcup-Gesamtwertung vorn ist. Noch vorn ist, möchte man fast sagen.

Stefano Gattini_Studio Borlenghi/Audi MedCup Rot & flott: Bei „All4One" scheint die Krise überwunden. Sieg im zweiten Lauf am ersten Tag und Rang 2 im Zwischenklassement

„Unser Boot hämmert vor dem Wind nur so übers Wasser“, wurde Pepper in der offiziellen Pressemitteilung zitiert. „Wir müssen nach der Kreuz nur halbwegs mit dabei sein, dann geht nach vorn noch alles.“ Und Steuermann Wieser beschrieb er als „ruhig und gelassen” im Chaos von sprunghaften Änderungen von Windstärke und -richtung.

Ian Roman/Audi MedCup Nur sieben Boote, aber trotzdem alles knapp: Die TP-52-Gladiatoren reiten den Mistral im Golf der Engel

„Quantum Racing”, bisher der Maßstab der Medcup-Serie, leistete sich ungewohnt viele taktische Fehler und liegt unter den nur sieben Booten in Cagliari an letzter Stelle. Die Schredder vom Dienst waren am ersten Tag die Argentinier und Italiener vom Audi Azzura Sailing Team, denen in der ersten Wettfahrt der Spi um die Ohren flog. Die am Fall hängenden Reste flatterten vom Masttopp, behinderten zwei andere Boote und beschlossen dann, mit der spanischen „Bribon” weiterzusegeln. Fazit: Strafe und nur Rang 5 für „Azzurra”.

Stefano Gattini_Studio Borlenghi/Audi MedCup Dranbleiben reicht: „Container" muss auf der Kreuz nix riskieren, weil man die entscheidenden Meter bergab holt

Jochen Schümann und Kollegen auf der roten und mittlerweile auch schnellen „All4One” waren im zweiten Lauf nach Leestart ständig vorn, profitierten von einer weiteren Spinnakerkalamität auf „Azzura” und holten sich den Sieg vor „Container”, die sich vom letzten Platz am ersten Fass mit Speed und cleverem Segeln gnadenlos durchs Feld fraß.

Heute wird der Wettbewerb in Cagliari mit zwei weiteren Wettfahrten, wieder bei Mistral, fortgesetzt.

Zum Tagesbericht


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: Audi MedCupAudi Sailing Team Powered by All4OneCagliariContainerHamish PepperJochen SchümannMarkus WieserQuantum RacingSardinien

Anzeige