YACHT MdM
Deutsche Olympioniken fordern America´s Cup-Segler

Zur "YACHT Meisterschaft der Meister" kommen nur die Besten

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 27.10.2006

YACHT/N. Krauss Ulrike Schümann mit ihren Vorschoterinnen Ute Höpfner und Runa Kappel bei der YACHT Meisterschaft der Meister 2005

Die YACHT ruft und Deutschlands beste Segler und Seglerinnen kommen. Bei der 27. Auflage der Kultregatta "YACHT Meisterschaft der Meister" sind an diesem Wochenende gleich fünf Crews des Team Olympic Peking vom Deutschen Segler-Verband am Start. Zu den Favoriten unter den insgesamt 33 deutschen Welt-, Europa- und nationalen Meistern zählen aber auch die Mannschaft des ersten deutschen America´s Cup-Teams um Steuermann Michael Hestbaek (Dänemark), der dreimalige Deutsche Matchrace Meister Carsten Kemmling aus Hamburg und Titelverteidiger Andreas Willim (Goltoft).

Für den traditionellen Saisonabschluss werden stürmische Herbstbedingungen erwartet. "Da wird es schwer für uns", sagt Yngling-Vizeweltmeisterin Ulrike Schümann (Berlin), die mit ihren beiden Mitseglerinnen lediglich rund 200 Kilogramm auf die Waage bringt. Die 33jährige Diplom-Kauffrau gilt als eine der Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele 2008 und wurde bei der Meisterschaft der Meister 2005 überraschend Dritte im fast reinen Männerfeld. "Ich habe in diesem Jahr so viele Titel knapp verpasst", sagt die Steuerfrau, "eigentlich wären wir doch jetzt mal dran."

Aber auch Tornado-Steuermann Johannes Polgar (Dänisch-Nienhof) hat sich für das heiße Herbstfinale auf der Alster viel vorgenommen. Der WM-Vierte, dessen letztes Training heute heftigen Sturmböen zum Opfer fiel, sagt: "Wir hatten im vergangenen Jahr nach einem Rennsieg Probleme mit einem Segel und sind früh ausgeschieden. Wir möchten dieses Mal gerne den Sonnabend überstehen und die Runde der besten Zwölf erreichen. Wir freuen uns riesig auf die Regatta."

Die Meisterschaft der Meister ist eine in der deutschen Sportlandschaft einzigartige interdisziplinäre Bestenermittlung und wird in unmittelbarer Nähe des Alsterufers vor der Gurlitt-Insel auf sportlichen Dreimann-Kielbooten vom Typ Streamline ausgetragen. Erstmals geht es 2006 nicht nur beim Gruppensegeln im Fleetrace und im Finale in Matchrace-Duellen Boot gegen Boot zur Sache. Die Zwischenrunde soll am Sonnabend in so genannten Tripleraces mit je drei Booten in einer Wettfahrt im Fleetrace-Modus ausgetragen werden. Die YACHT versteht sich auch als Trendsetter und Innovationsmotor und nimmt die Meisterschaft der Meister zum Anlass, diese sehr spannende Art des Regattasegelns in Deutschland zu testen.

"Eine super Idee", findet auch Lokalmatador Frank Schönfeldt. Für den Deutschen Meister in der Varianta ist es bereits die 13. Teilnahme. Zweimal ist er zweiter gewesen, auf den ganz großen Wurf wartet er noch. "In meiner Brust schlagen immer zwei Herzen. Einerseits haben wir mit unserer Segelmacherei auf der Messe einen Stand, auf dem ich am Wochenende unbedingt arbeiten müsste. Andererseits möchte ich bei der Meisterschaft der Meister so lange wie möglich im Rennen bleiben und am liebsten auch Sonntag unter den besten Zwölf dabei sein."

Die Sieger werden traditionell Sonntagnachmittag ab 16.30 Uhr auf der Hamburger Bootsausstellung mit dem hanseboot-Pokal geehrt. In diesem Jahr findet die Feier erstmals im Jollen-Center im Obergeschoss der Halle 1 statt.


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