Olympia-Ausscheidung
Deutsche Kandidaten ausgeschieden

Die ersten drei Teams haben den Flotten-Schnitt und damit den Sprung in die Goldflotten verpasst. Das bedeutet das Olympia-Aus

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 07.12.2011

Richard Langdon Ferdinand Gerz und Patrick Follmann starteten stark im 470er

Bei der Weltmeisterschaft vor Perth mussten sich am Mittwoch die ersten deutschen Olympiaspiranten aus der laufenden nationalen Ausscheidung verabschieden. Weil nach fünf, teilweise sechs Wettfahrten die Felder in den Disziplinen RS:X Frauen, 470er Männer, Laser Radial und Finn Dinghi am Mittwochabend in Gold-, Silber- und Bronzeflotten unterteilt wurde, haben einige deutsche Crews nun keine Chance mehr, noch in den Kampf um die Olympiafahrkarten einzugreifen.

Zu den Leidtragenden zählen die ehemaligen Olympiateilnehmer und 470er-Segler Lucas Zellmer und Heiko Seelig (48.) aus Berlin, Finn-Dinghi-Steuermann Matthias Miller (51.) aus Laupheim und Laser-Radial-Steuerfrau Anke Helbig (54.) aus Brandenburg an der Havel. Alle drei Teams haben den Cut für die Goldgruppe ihrer Disziplin verpasst, können keine Spitzenplätze mehr erreichen und damit auch nicht mehr in die nationale Ausscheidung eingreifen.

Erfolgreichstes DSV-Team waren am Mittwoch vor der westaustralischen Küste bei Sonnenschein und endlich guten Windbedingungen die bayerischen 470er-Segler Ferdinand Gerz und Patrick Follmann, die mit ihren konstant guten Einzelrängen sieben, zwei und fünf nach insgesamt fünf Wettfahrten auf Platz sechs segelten.

„Das ist eine starke Leistung“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner aus Hamburg, „und auch Moana Delle surft hervorragend, hat bislang nur einstellige Ergebnisse vorgelegt.“ Die Kieler Surferin liegt nach dem fünften Wettfahrttag der Titelkämpfe auf Platz elf. Die 23-jährige Essener Laser-Radial-Steuerfrau Lisa Fasselt belegt Platz 16, während ihre in der nationalen Olympiaqualifikation führende Konkurrentin Franziska Goltz aus Kiel auf Platz 34 zurückfiel.

Das überzeugend in die Weltmeisterschaft gestartete Hamburger Matchrace-Team um Steuerfrau Silke Hahlbrock pausierte am Mittwoch und greift frühestens am Donnerstag, voraussichtlich erst am Freitag wieder in den Wettkampf ein. Das national konkurrenzlose Damen-Trio vom Hamburger Segel-Club (HSC) muss vor Fremantle unter die besten acht Nationen im Feld der 29 Teams segeln, wenn es die Olympiafahrkarte frühzeitig lösen will.


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Themen: FremantleIsafOlympische SpielePerth

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