Olympia-Ausscheidung
Deutsche Flotte auf Medaillenkurs

Die DSV-Flotte setzt ihren in der zweiten WM-Hälfte eingeschlagenen Erfolgskurs fort – Simon Grotelüschen liegt auf Platz drei

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 13.12.2011

Richard Langdon Tina Lutz und Susann Beucke sind beste Deutsche bei den 470er-Frauen

Die Flotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) konnte in der zweiten Hälfte der Weltmeisterschaft vor Perth an die Erfolge des Vortages anknüpfen. Mit den Rängen sieben und vier verbesserte sich der Lübecker Lasersegler Simon Grotelüschen auf Platz drei im Feld der 147 Einhandsegler und baute seinen Vorsprung vor dem Allgäuer Philipp Buhl (34.) in der nationalen Olympiaausscheidung weiter aus.

Auch die im nationalen Vierkampf um das Starboot-Olympiaticket in Führung liegenden Berliner Robert Stanjek und Frithjof Kleen punkteten mit den Rängen fünf und elf erneut und liegen nach sechs Wettfahrten mit Medaillenchancen und nur drei Punkten Rückstand auf die brasilianischen Spitzenreiter Robert Scheidt und Bruno Prada auf Platz vier. „Wir sind gut drauf, happy und vor allem schnell am Wind“, sagte Frithjof Kleen, „ansonsten haben wir zurzeit nur einen Plan: Fokussiert bleiben und konsequent weiter arbeiten.“

In Medaillenreichweite und auf Kurs Olympische Spiele 2012 segelte auch die 49er-Crew Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann aus Kiel, die nach sechs Wettfahrten auf Platz sechs liegen. Dabei war es kein einfacher Segeltag vor Perth. Erneut sorgte der bewölkte Himmel für unbeständige, drehende Winde zwischen 15 und 18 Knoten und forderte den Aktiven auf den Kursen alle Konzentration ab.

Die erfolgreiche Bilanz der DSV-Männer machte am elften Wettfahrttag der Titelkämpfe RS:X-Surfer Toni Wilhelm mit Platz fünf im Zwischenklassement nach vier Rennen komplett. Sein Kommentar zu den Hai-Warnungen der vergangenen Woche: „Mich lassen diese Haigeschichten ziemlich kalt. Ich würde nicht gerade drei Stunden neben meinem Surfbrett her schwimmen, aber die Haie leben hier nun einmal. Deswegen warten sie ja nicht den ganzen Tag darauf, bis einer von uns vom Brett fällt, um dann ordentlich zuzuschlagen.“

Bei den 470er-Damen zeichnet sich nach vier Wettfahrten eine Überraschung ab: Während die in der nationalen Olympiaausscheidung mit zwei Punkten Vorsprung führenden Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher aus Hamburg als 29. noch nicht in Fahrt gekommen sind, greifen die erst 21 Jahre alte Tina Lutz und ihre Vorschoterin Susann Beucke (Bergen/Kiel) als zwölfte nach der Olympiafahrkarte.

Ausgeschieden ist das Hamburger Match-Race-Team um Steuerfrau Silke Hahlbrock, die nun bei einer Qualifikationsregatta im Februar vor Miami um einen der letzten drei Startplätze für die Olympischen Spiele kämpfen muss.


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Themen: Olympische SpielePerth

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