Regatta-News
Der Run um den Fastnet Rock

Am Sonntag ist es wieder so weit: Das legendäre Fastnet Race startet. Mit dabei der eben erst auf dem Atlantik siegreiche Kieler Tilmar Hansen auf seiner Elliott 52

  • Malte Schierer
 • Publiziert am 11.08.2007

Am 12 August beginnt die 42. Auflage des Fastnet Race von Cowes durch den Ärmelkanal und die Irische See zurück nach Plymouth. Ein Klassiker, berühmt und berüchtigt für seine oft gnadenlosen Bedingungen mit schweren Stürmen. Fast 300 Yachten haben gemeldet, darunter auch vier deutsche.

Er ist nur ein einsamer Felsen vor der südirischen Küste mit einem Leuchtturm drauf. Und doch ist der Fastnet Rock ein Mythos. Er ist der Wendepunkt in der wohl legendärsten Hochseeregatta der Nordhalbkugel, dem Rolex Fastnet Race.

Der Klassiker ist berühmt und berüchtigt für seine oft gnadenlosen Bedingungen mit schwersten Stürmen — nicht alle Segler kehrten in der 82-Jährigen Geschichte wieder zurück. Am Sonntag startet die 42. Auflage mit einer Rekordbeteiligung.

„Wir sind voller Vorfreude, aber auch voller Respekt“, sagt der Kieler Tilmar Hansen, der seine neue „Outsider“ an den Start bringt. Mit der Elliott 52 hat der Hochseeveteran gerade die Transatlantikregatta HSH Nordbank blue race nach gesegelter Zeit in der Hauptgruppe gewonnen.

Zur Verstärkung der „Outsider“-Crew kommt der neuseeländische Weltumsegler Mike Quilter als Navigator an Bord. „Das gibt uns Sicherheit und garantiert unterwegs gute Laune“, so Tilmar Hansen.

Die anderen drei deutschen Boote, „Inschallah VI“ von Volker Andreae, die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ unter Skipper Georg Christiansen sowie Christopher Wuttkes „Guts n’Glory“, peilen vor allem die Clubwertung der Illingworth Trophy an.

Sie starten unter dem Stander des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) Hamburg. „Wir haben außerdem den veranstaltenden Royal Ocean Racing Club, den RORC, zu einer partnerschaftlichen Friendship Challenge herausgefordert“, berichtet Teamführer Andreae.

Die meisten Segelexperten rechnen mit einem Zweikampf um die Ehre, als erstes Einrumpfboot die Ziellinie zu erreichen. Die brandneue 30 Meter lange „ICAP Leopard“ von Mike Slade (Großbritannien), ein Farr-Design mit Schwenkkiel, fordert Neville Crichton’s jüngstes Reichel/Pugh-Design, die neuseeländische „Alfa Romeo“ heraus.

Das Rolex Fastnet Race ist eine Regatta mit langer Historie. Den ersten Wettbewerb gab es schon 1925. Das Rennen wurde anschließend, mit einer Unterbrechung in den 40er-Jahren, seit den frühen 30ern alle zwei Jahre veranstaltet.

Aktuelle Informationen über das Rennen erhalten Segelfans unter http://fastnet.rorc.org. Hier lassen sich auch die Positionen der 300 Boote verfolgen, die via OC-Tracker, mit dem jede Yacht ausgerüstet ist, virtuell dokumentiert werden.


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Themen: CowesFastnet RaceHansenOutsiderRolex

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