52 Super Series
Der "Rote Mond" scheint über Zadar

Patrizio Bertellis Team Luna Rossa schockt im Süden Kroatiens das TP-52-Establishment. Doch zwei gut bekannte Teams mit deutschen Eigner bieten Paroli

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 22.06.2018
52 Super Series 2018 in Zadar 52 Super Series 2018 in Zadar 52 Super Series 2018 in Zadar

Nico Martinez/Zadar 52 Super Series 52 Super Series 2018 in Zadar

Es sind gerade einmal zwei Regattatage beim zweiten Gipfeltreffen der 52 Super League in diesem Jahr im kroatischen Zadar absolviert, da hat sich Patrizio Bertellis neu in den Top-Circuit eingestiegenes Team Luna Rossa (dt. roter Mond, d. Red.) schon an die Spitze des Feldes gesetzt. Der wiedererstarkte "Challenger of Record" für den 36. America's Cup macht auch Ernst mit seinem Einsatz in der League, führt das prominent besetzte Feld mit Francesco Bruni und seiner Crew in den Bilderbuchgewässern Norddalmatiens nach den Einzelrängen 1, 2, 5 und 3 mit insgesamt nur 11 Zählern an.

Nico Martinez/Zadar 52 Super Series Es läuft bestens für "Luna Rossas" Francesco Bruni (l.) und die italienische Crew

Nico Martinez/Zadar 52 Super Series Die imposante Flotte beim zweiten Saison-Gipfel der 52 Super Series in Zadar

Dicht dran am italienischen Prada-Patriarchen und seiner Edel-Mannschaft sind aber zwei in Deutschland gut bekannte Segler und ihre Teams. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen nach den ersten vier Wettfahrten Harm Müller-Spreers "Platoon" (14 Punkte) und Hasso und Tina Plattners "Phoenix" (17 Punkte) mit Taktiker Ed Baird. "Platoons" Stratege Jordi Calafat erklärte am Abend des zweiten Tages: "Ich denke, dass heute vor allem Geduld gefragt war. Und John und Jordi waren wirklich gut darin, den besten Druck zu finden. Wir sind nicht immer das geduldigste Team, aber heute haben wir das gut gemacht." "Phoenix"-Miteignerin Tina Plattner freute sich ebenso über die gelungene Leistung: "Mir fehlen ein bisschen die Worte, dass wir so schnell so gut segeln. Alle im Team sind wirklich positiv eingestellt. Für mich läuft es besser, als ich gedacht habe. Aber es herrschen sehr böige und drehende WInde, was es etwas einfacher macht, wenn du noch nicht gleich ganz oben angekommen bist. Wir gehen es Tag für Tag an."

Nico Martinez/52 Super Series Tina Plattner am Steuer der "Phoenix"

Abgeschlagen dagegen fand sich einige der sonstigen TP-52-Dominatoren zunächst im Mittelfeld oder auf den hinteren Tabellenplätzen wieder. Alberto Roemmers Team Azzurra (33 Punkte) attestierte sich in in einer Pressemitteilung selbst: "Wir sind noch auf Formsuche." Doug de Vos' so oft dominantes amerikanisches Team Quantum Racing hat auf Platz 7 auch schon 27 Zähler auf dem Konto gesammelt, kam bislang nicht über die Ränge 9, 6, 3 und 7 hinaus.

Dass sich die "Machtverhältnisse" in der 52 Super League in diesem Jahr neu ordnen könnten, war nach dem Einstieg mehrerer America's-Cup-Teams zu erwarten. Dass einige der Neuen so schnell würden aufsteigen können, überrascht mit Blick auf die Erfahrung der etablierten Mannschaften aber schon. Die Serie wird heute ab 12 Uhr fortgesetzt und endet am Wochenende. Wer Zeit und Lust hat, die Rennen live zu verfolgen, der kann das hier oder via Homepage des italienischen Teams Azzurra hier tun.

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Max Ranchi/Zadar 52 Super Series Die "Quantum"-Crew muss sich strecken, wenn es bei dieser Regatta noch aufs liebgewonnene Podium gehen soll


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