Rolex Sydney Hobart
"Der härteste und der süßeste Sieg"

Robert Oatleys "Wild Oats XI" hat das Sydney-Hobart-Rennen nach gesegelter Zeit zum achten Mal gewonnen und einen neuen Rekord aufgestellt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 28.12.2014

Rolex/Carlo Borlenghi Triumphfahrt ins Ziel: "Wild Oats XI" erreicht zum achten Mal das Ziel als erste Yacht

Rolex/Carlo Borlenghi Glückliche "Wild Oats XI"-Crew

Robert Oatleys neun Jahre alte "Wild Oats XI" hat das Rolex-Sydney-Hobart-Rennen nach gesegelter Zeit gewonnen. Die australische Yacht hat den 628 Seemeilen langen Klassiker in wenig rekordverdächtigen Windbedingungen in zwei Tagen, zwei Stunden, drei Minuten und 26 Sekunden absolviert. Mit dem Triumph über den favorisierten spektakulären US-Neubau "Comanche", der das Ziel eine knappe Stunde später erreichte, erhöhte "Wild Oats XI" ihre Bilanz auf acht "Line Honors" – so viele, wie nie zuvor ein Boot in der Geschichte des Rennens seit 1945 erreicht hatte.

Rolex/Carlo Borlenghi "Line Honors": Robert Oatleys neun Jahre alte "Wild Oats XI" hat das Rennen zum achten Mal nach gesegelter Zeit gewonnen

Rolex/Carlo Borlenghi Eigner Oatley gratuliert seinem Skipper Mark Richards

"Es ist wie ein Wunder. Das war der schwerste, aber auch der süßeste Sieg", bekannte der stolze Eigner in Hobart. Skipper Mark "Ricko" Richards sagte: "Meine Jungs haben Großartiges geleistet, als sie 'Comanche' in der ersten Nacht überholt haben. Ich kann nicht glauben, dass wir jetzt hier stehen. Das Syndey-Hobart-Rennen zu gewinnen ist eine große Ehre. Doch die Line Honors zum achten Mal zu gewinnen... Ich bin so stolz."

Rolex/Carlo Borlenghi Siegerin "Wild Oats XI" vor imposanter Kulisse

Rolex/Carlo Borlenghi Für James Clarks "Comanche" hat es nicht zum angestrebten Sieg gereicht

"Comanche"-Eigner James Clark, dessen Ehefrau Kristy Hinze Clark sich kurz vor Rennbeginn gegen die Teilnahme entschieden hatte, erwies sich als fairer Verlierer: "'Wild Oats' und ihr Skipper Mark Richards haben ein Höllenrennen hingelegt. Wir sind enttäuscht, dass wir in diesem Hochdruckgebiet hängengeblieben sind, durch das sie durchschlüpfen konnten." Das rot-schwarze Geschoss wird in Seglerkreisen "Flugzeugträger" genannt, weil es ein doppelt so breites Heck hat wie "Wild Oats XI". "Man muss diesem Boot gratulieren", sagte James Clark, "das ist seine Natur: Es hat die Balance."

Rolex/Carlo Borlenghi Mit einer auf den Rumpf aufgemalten Feder kam "Comanche" aus der Werft. Für jeden Sieg sollte es eine weitere Feder geben. Doch darauf muss der "Flugzeugträger" nun noch eine Weile warten

Rolex/Carlo Borlenghi Geschlagen auf dem Weg ins Ziel: Die Sieger-Träume der "Comanche"-Crew platzten in einem Hochdruckgebiet

Weitere 105 Yachten waren am Sonntagnachmittag Ortszeit in Hobart noch auf See. Zehn Boote hatten das Rennen zu diesem Zeitpunkt aufgegeben. Die in Kiel gebaute "Caro" von Max Klink mit dem Kieler Weltumsegler Michael Müller lag nach gesegelter Zeit auf Rang acht, die "Passion 4 C" des Bremers Stefan Lehnert auf Position 55.

Rolex/Carlo Borlenghi Fotokunst von Carlo Borlenghi: "Wild Oats XI" als Dominator im Rolex-Sydney-Hobart-Rennen


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Themen: CaroComancheHobartJames ClarkMax KlinkMichael MüllerPassion 4 CRobert OatleyRolex Sydney Hobart RennenStefan LehnertSydneyWild Oats XI

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