Rund Skagen
Der beschwerliche Weg nach Kiel

Auch wenn sich die Nordsee langsam beruhigt, bleibt die Langstreckenregatta anspruchsvoll. Zwei Boote mussten bereits aufgeben

  • Ricarda Richter
 • Publiziert am 17.05.2016

Hinnerk Weiler/Nordseewoche Start der Pantaenius Rund Skagen 2016

Nach einer stürmischen Nordseewoche sind gestern Nachmittag 42 Yachten bei der Pantaenius-Rund-Skagen-Regatta gestartet. Auch wenn das Feld damit nicht an die sonst üblichen 60 bis 80 teilnehmenden Yachten heranreicht, verspricht es, ein spannendes Rennen zu werden.

Nordseewoche

Während sich die See nach den harten Wetterbedingungen vom Wochenende langsam erholt und der Wind auf West dreht, müssen die Crews jetzt schnell genug sein, um die restlichen Winde bestmöglich zu nutzen. Vor allem die bereits weit nördlich segelnden Yachten können noch von den restlichen Tiefausläufern profitieren. Die seit Beginn des Rennens führende "Outsider" mit Skipper Bo Teichmann befindet sich bereits vor Hirtshals, gefolgt von der Class 40 "Red" von Mathias Müller von Blumencron, die inzwischen in der Jammerbucht ist und in ihrer Klasse unangefochten führt.

Jan Hamester, der sich im Vorhinein selbst eine Favoritenrolle zugeschrieben hatte, muss derweil erhebliche Einschränkungen verzeichnen. Heute Morgen meldete er von Bord der Class 40 "Roaring Forty", dass das Groß aufgrund eines Schadens am unteren Rand des Segels nicht ausgerefft werden könne. Auch müsse aufgrund von Kühlwasserverlust der Maschine auf den Autopiloten verzichtet werden. Er und sein Partner Kai Wunderlich würden jedoch alles versuchen, um mithalten zu können. Derzeit sieht es jedoch weniger gut für die beiden aus – sie rutschten über Mittag vom fünften auf den sechsten Platz in ORCC Alpha.

Hinrich Franck/Nordseewoche 42 Yachten gingen bei der Langstreckenregatta an den Start

Zwei andere Boote mussten aufgrund von Schäden bereits aufgeben. Die "Static electric" hatte bereits kurz nach dem Start mit Problemen am Rigg zu kämpfen und trat den direkten Rückweg nach Cuxhaven an. Noch unmittelbarer traf es die "Oromocto". Gegen zwei Uhr heute Nacht bemerkte die Crew ungewöhnlich viel Wasser im Schiff. Nachdem sie zwei Stunden lang erfolglos nach der Ursache suchte, fiel die Entscheidung zur Umkehr. Mit laufenden Pumpen gelangte das Holzschiff sicher zurück nach Helgoland und liegt nun im dortigen Hafen.

Die Pantaenius Rund Skagen findet im Wechsel mit dem alle zwei Jahre ausgetragenen Rennen nach Edinburgh statt und führt von Helgoland nach Kiel. Sie gilt als eine der anspruchsvollsten deutschen Hochseeregatten. Die meisten Segler werden am Donnerstag zurück in Strande erwartet, nur die "Outsider" hat realistische Chancen, schon morgen die Ziellinie zu queren. Der Sponsor Pantaenius lädt alle Crews nach Ankunft zum Frühstück in den Kieler Yachtclub ein.

Zum Tracker der Pantaenius Rund Skagen geht es hier .

Yellowbrick Tracking Wie auf dem Tracker zu sehen, führt die "Outsider" das Feld an. Die mit Kronen markierten Boote sind in ihrer Startgruppe führend


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Themen: Hochsee-RegattaJan HamesterNordseewocheOffshoreOutsiderPantaenius Rund Skagen

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