Matchrace
Den Unbesiegbaren besiegt

Francesco Bruni ist beim Gold Cup vor Bermuda ein besonderer Triumph gelungen: Seine italienische Crew schlug das Team von Sir Ben Ainslie

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 14.10.2013

onEdition/WMRT2013 Francesco Bruni und sein Team revanchieren sich beim Argo Group Gold Cup vor Bermuda im Namen von Luna Rossa für die Niederlage im America's Cup, besiegen Oracle-Team-USA-Taktiker Ben Ainslie und dessen Team mit 3:2

Manche Siege schmecken besonders süß. So auch dieser: Im Thriller-Finale um den Argo Group Gold Cup konnte sich das italienische Luna-Rossa-Team um Steuermann Francesco Bruni vor Bermuda mit 3:2 gegen die Mannschaft von America's-Cup-Gewinner Sir Ben Ainslie durchsetzen. Beinahe wäre Ainslie und seinem gewieften Freund und Taktiker Iain Percy wieder ein Comeback-Coup gelungen, doch Brunis Nerven hielten, und das wurde mit 50.000 US-Dollar Siegprämie belohnt.

onEdition/WMRT2013 Ungewöhnliche Perspektive: Ainslie und Team segeln hinterher

Brunis Team hatte im "Best of Five"-Finale schon mit 2:0 geführt, als Ainslie wieder einmal zu einer seiner unwiderstehlichen Aufholjagden ansetzte. Beim Stand von 2:2 gab es nur noch wenige, die auf Bruni setzten. Doch der konnte gegenhalten und einen der wertvollsten Preise im internationalen Matchracing abräumen. "Wir haben im Finale jeden Start gegen Ainslie für uns entschieden", sagte Bruni, "ich denke deshalb, dass wir verdient gewonnen haben."

onEdition/WMRT2013 Brunis Crew gewann alle fünf Starts im Finale, konnte den Kampf mit 3:2 für sich entscheiden

Ainslies Team hatte bei seiner Aufholjagd wieder einmal alle Register gezogen und den mit 2:0 führenden Italienern in den Begegnungen drei und vier Penalties verpasst. Im alles entscheidenden fünften Duell starteten die Briten in Lee der Italiener. Seine Position erlaubte es Bruni, die Briten in die leichten Winde vor der Hafenmauer zu zwingen. Nach der Wende lagen die Italiener vorn, segelten schneller und gaben ihre Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit Bruni an Bord siegten der spanische Olympiasieger Xabi Fernandez, der Engländer Nick Hutton und Stammvorschoter Pierluigi de Felice.

onEdition/WMRT2013 Enge Situation: Ainslie hat den Gegner im Visier

Der geschlagene Ainslie erwies sich als fairer Gegner: "Francesco und seine Jungs hatten eine brillante Woche. Ich denke, wir haben mit dem 3:2 ein großartiges Finale erlebt. Es war eine fantastische Woche, und wir sind allen dankbar dafür, dass wir dabei sein durften."

Zu seinem ersten sportlichen Auftritt seit dem Wunder-Comeback-Sieg im America's Cup als Taktiker für das Oracle Team USA sagte Ainslie: "Meine mangelnde Übung war zu spüren. Ich hatte einen wirklich schlechten Tag und habe meine Jungs ein wenig enttäuscht. Es ging um die finale Entscheidung im letzten Rennen. Ich habe die falschen Entscheidungen getroffen." Als Trostpflaster gab es für die Briten immerhin noch 20.000 US-Dollar Prämie. Platz drei belegte die Mannschaft um Taylor Canfield von den US Virgin Islands vor der Crew des neuseeländischen Matchrace-Weltmeisters Adam Minoprio.

onEdition/WMRT2013 Ben Ainslie entschlossen, aber im Finale um den Argo Bermuda Gold Cup von Francesco Bruni geschlagen


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Themen: Argo Gold CupBermudaFrancesco BruniMatchraceSir Ben Ainslie

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