125. Kieler Woche
Den "J/80-König" vom Thron geschubst

J/80-Abo-Sieger Martin Menzner und die "Pike"-Crew wurden nach neun Kieler-Woche-Siegen vom "Diva"-Team abgelöst. Und ein US-Team gewann den Roosevelt-Pokal

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 30.06.2019
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Sascha Klahn / Kieler Woche Kieler Woche

Das hat kaum jemand für möglich gehalten: Auf dem höchsten Podestplatz standen bei der Siegerehrung für die J/80-Besten der 125. Kieler Woche nach neun Siegen in Folge einmal nicht "J/80-König" Martin Menzner und seine Crew. Stattdessen durften Arne Wilcken und sein "Diva"-Team jubeln.

www.segel-bilder.de / Kieler Woche Das J/80-Feld vor Kiel

Dabei hatten sie es sich am Finaltag mit zwei Fehlstarts noch einmal schwer gemacht – obwohl Wilcken den zweiten "nicht nachvollziehen" konnte. Der Skipper sagte: "Wir dachten, dass wir das nach den vier Tagen, an denen wir konstant vorn gesegelt sind, locker schaffen. Aber so wurde es noch einmal eng." Vor vier Jahren sind sie neu in die Klasse gekommen, haben sich nach oben gearbeitet, und nun sei es schön, ganz oben angekommen zu sein. Die Menzner-Mannschaft segelte hinter Torsten Voss ("Frida"/Flensburg) auf Platz drei. In der J/70 siegte Carsten Kemmling aus Hamburg mit Peter Stein, Daniel Labhart und Matthias Adamczewski vor den Mannschaften um Philipp Bruhns vom Berliner Yacht-Club und Björn Beilken von der Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" auf "Procedes Diva".

www.segel-bilder.de / Kieler Woche Die J/70-Flotte bei der 125. Kieler Woche

Siegreich vom ersten bis zum letzten Tag war die J/24 Crew der "Furio" aus Seattle. Steuermann Keith Whittemore war von der Kieler Woche und den Bedingungen begeistert: "Es ist einfach unglaublich hier." Die Kieler Woche wollte seine Crew zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft nutzen. Dabei hat die US-Crew nicht nur gezeigt, dass sie ein bestens aufeinander abgestimmtes Quintett bildet, sondern auch, dass sie in Serie siegen können. Sieben von elf Rennen und damit auch die Kieler Woche konnten die Amerikaner für sich entscheiden. Als punktbeste Mannschaft der zweiten Kieler-Woche-Hälfte, die traditionell im Zeichen der Olympiasegler steht, gewannen die Whittemore-Segler auch den Roosevelt-Pokal. Als bestes deutsches Team segelte Frithjof Schades "JJone" aus Berlin auf den dritten Rang.

www.segel-bilder.de / Kieler Woche In der J/24 waren 28 Boote im Einsatz


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Themen: Arne WilckenJ/70J/80Martin Menzner

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