Regatta-News
Dee Caffari runded Kap Hoorn

Britin wird von nun an rund 80 Tage den Wind auf die Nase bekommen

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 05.01.2006

Für Caffari und ihre „Aviva“ beginnt nach der Kap-Hoorn-Rundung nun der wahrscheinlich härteste Teil der Reise

An ihrem 45. Tag auf See hat die Britin Dee Caffari das erste der drei großen Kaps auf ihrem Weg einhand und nonstop gegen die vorherrschenden Winde um die Welt gerundet.

Nach Problemen mit ihrem Autopiloten bei der Annäherung an Kap Hoorn hatte die 32-Jährige bei der Rundung der berühmten und sagenumwobenen Landmarke recht gute Bedingungen. Von nun an muss die Britin jedoch mit drei Monaten in äußerst rauen Verhältnissen rechnen. Die Bedingungen des Southern Ocean sind jedoch weder Caffari noch ihrer 72-Fuß-Stahlyacht „Aviva“ fremd. Noch im vergangenen Jahr segelten die beiden diese Strecke innerhalb der Global Challenge. Allerdings hieß das Schiff damals noch „Imagine It. Done“, und Caffari hatte neben sich noch 17 weitere Segler an Bord.

Druck durch konkurrierende Yachten beziehungsweise eine bestimmte zu erreichende Zeit hat Dee Caffari indes diesmal nicht. Sie muss nur heil wieder in Portsmouth ankommen, wo sie am 21. November 2005 in See gegangen war. Schafft sie dies, so ist sie die erste Seglerin der Welt, welche eine Erdumrundung allein, nonstop und gegen die vorherrschenden Winde zustandebringt.

Schafft sie es nicht, stehen mit ihrer Landsfrau Debra Searle (30 Jahre alt) und der Französin Maud Fontenoy (28) zwei weitere Frauen in den Startlöchern, welche diese Erstleistung packen wollen. Beide hatten jedoch, im Gegensatz zu Dee Caffari, ihre Rekordversuche auf dieses Jahr terminiert. Ob sie Caffari die Daumen drücken?


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Themen: Dee CaffariEinhand

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