Segel-Events
Das Champions Race kommt zurück

Tornado-Segler Roland Gäbler will das einst erfolgreiche Format wiederbeleben. Zunächst mit Tornados an zwei Austragungsorten

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 11.01.2012

A. Lindlahr Enge Manöver auf kurzen Kursen – Markenzeichen des Champions Race

„Es muss ja endlich etwas passieren“, sagte Roland Gäbler gegenüber YACHT online. „Es kann doch nicht sein, dass alle nur wie erstarrt auf den America’s Cup schauen. Wir müssen doch auch an die kleineren Boote und jüngeren Mannschaften denken. Diese Riesen-Events sind doch für keinen mehr finanzierbar.“

N. Krauss Roland Gäbler

Der 47-Jährige, der vor kurzem noch eine eigene Kampagne für die Olympischen Spiele 2016 ankündigte, hat aus diesem Grund auch seine Pläne für die Extreme Sailing Series aufgegeben. "800.000 Euro pro Saison, das ist nicht mehr aufzubringen", so Gäbler. Dafür betätigt er sich jetzt als Veranstaltungsorganisator. Mit dem Champions Race bringt er 2012 ein Format zurück, das schon vor einigen Jahren als Volvo Champions Race funktionierte. Tornados und 49er segelten dicht vor dem Ufer oder Strand an den Zuschauern vorbei. Kurze, spannende Wettfahrten und eine unmittelbare Nähe zu den Aktiven war das Erfolgsrezept. „Ursprünglich war das damals schon meine Idee“, so Gäbler, „und zuletzt hatten die Extreme 40 sie auch übernommen.“ Die Serie war jedoch nach der Übernahme von Volvo durch Ford eingestellt worden.

Jetzt der Versuch der Reaktivierung. „Die Inselstadt Lindau und die Hansestadt Rostock bieten ideale Voraussetzungen für unsere neue Segel-Arena“, so Gäbler. "Wir segeln dort direkt an der Promenade. Übersichtliche und komprimierte Rennkurse werden dort große Emotionen bei den Seglern und Zuschauern erzeugen. Die Rennen werden mitreißend kommentiert und sind einfach zu verstehen und zu überschauen.“

Das Champions Race auf dem Bodensee vor Lindau findet am 1./2. September statt. Das Champions Race im Zentrum der Hansestadt Rostock auf der Warnow wird am Wochenende  6./7. Oktober gesegelt.

Champions Race Der geplante Kursverlauf mit Luv- und Leetor

Eigentlich wollte Gäbler auch wieder die 49er dabeihaben, deren Regattakalender wies jedoch zu viele Überschneidungen auf. So wird mit zehn Tornado-Mannschaften begonnen, die Hälfte davon soll aus Deutschland kommen. Die Anschubfinanzierung zahlt Gäbler nach eigenen Angaben, sucht jedoch nach Sponsoren. Und hat einige gute Ideen. So soll die Startkreuz mit einem Gate enden (siehe Skizze), wie zuletzt bei den AC World Series, was mehr taktische Varianten zulässt. Und er hat Bahnmarken angeschafft, in denen Zuschauer, Kameraleute und Fotografen stehen können und so in unmittelbarer Nähe des Geschehens sind.

Veranstalterseite


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Themen: Champions RaceGäbler

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