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D - 4 jours – Countdown für Team Malizia

Wie sich Boris Herrmann auf sein erstes Solorennen auf einem Imoca vorbereitet hat – Innenansichten aus einer faszinierend komplexen Welt

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 04.11.2018
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YACHT/J. Rieker Route du Rhum 2018

Wann hat die Vorbereitung für dieses Rennen begonnen? Vor einem Jahr, beim Transat Jacques Vabre, dem ersten großen Rennen mit "Malizia - Yacht Club Monaco", als Boris Herrmann zweihand zusammen mit Thomas Ruyant am Start war? In diesem Sommer, bei seiner Überführung nach Bermuda, die er solo segelte, um mit seinem Boot eins zu werden? Vor zwei Monaten in der Bretagne beim Training mit anderen Top-Skippern der Classe Imoca? Oder vor zwei Wochen, als das Team in Saint-Malo Quartier bezogen hat – dem Ausgangspunkt der Route du Rhum?

Es erscheint unmöglich, einen präzisen Ort oder Zeitpunkt dafür festzulegen. Irgendwie zielt seit langem alles auf diesen einen Moment hin. Es ist das Highlight im Kalender 2018 für Boris Herrmann, getoppt nur von seinem noch größeren Traum, seinem ultimativen Ziel: dem Start zur Vendée Globe 2020.

Vier Tage im Leben von Boris Herrmann

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Wie der Hamburger den Start zur Route du Rhum vorbereitet hat – sein bisher wichtigstes Rennen als Imoca-Skipper

Heute um 14 Uhr ist er mit 123 anderen Soloskippern auf Maxi-Trimaranen, Imocas, Class 40 und einigen vergleichsweise normalen Yachten über die Linie gegangen. Fulminant als Erster seiner Gruppe! Nach einer Stunde passierte er den Wegpunkt bei Cap Frehel als Dritter; dazwischen war er lange an Position zwei gesegelt.

Kurs West liegt an, dann Südwest, mitten hinein in ein furchteinflößendes Tiefdruckgebiet, das sich von Montag auf Dienstag über den halben Nordatlantik erstreckt – von den Azoren bis Irland.

Es wird in Böen bis über 50 Knoten bringen. Der eigentliche Horror aber sind die enormen Seen, die sich aufgrund des langen Anlaufs bilden – acht bis zehn Meter signifikante Wellenhöhe sagen die diversen Wettermodelle voraus, und sie sind sich sehr einig darin. Auch Kreuzseen sind zu erwarten. Davor haben die Skipper am meisten Respekt.

Der Auftakt ist dagegen ein Kinderspiel. Aber wer heute Früh am Wasser unterwegs war, hat schon eine Vorahnung davon gespürt, wie hart es werden wird. In Saint-Malo wehte ein eisiger Wind seewärts, wenn auch nur mit 15 bis 20 Knoten. Das lässt etwas Zeit für die eigentliche Prüfung, die erst noch kommen wird.

Seit Tagen bestimmte das Wetter den Ablauf für Boris Herrmann. Und es ist nicht der einzige Punkt auf einer Liste von Erledigungen, ohne die eine foilende 60-Fuß-Hochseerennyacht wie "Malizia" nicht wettbewerbsfähig wäre, womöglich nicht einmal durch die Schleuse im Hafen käme.

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