Solo-Weltrekord
Coville jagt den Nonstop-Weltrekord

Die einen rasen im Wettkampf einhand um den Globus, der andere segelt solo gegen die Zeit: Thomas Coville ist parallel zur Vendée gestartet

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 07.11.2016

Sodebo Thomas Coville will die Jules-Verne-Trophäe

Thomas Coville,48) hat seine insgesamt fünfte Jagd auf den Einhand-Nonstop-Weltrekord eröffnet. 26 Stunden nach dem Start am Sonntagvormittag hatte der Franzose am Montagnachmittag bereits 676 der insgesamt 22.690 Seemeilen absolviert und sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von fast 30 Knoten einen theoretischen Vorsprung von 185,14 Seemeilen auf die bestehende Rekordzeit von Francis Joyon (57 Tage, 13 Stunden, 34 Minuten, 6 Sekunden) erarbeitet.

Sodebo Dieses Geschoss will Thomas Coville solo um die Welt jagen und die Bestmarke von Francis Joyon unterbieten

Genau so hatte sich Coville seinen Auftakt vorgestellt, den er fast parallel zur Vendée-Globe-Flotte absolvierte. Coville muss vor dem 3. Januar um 4.22 Uhr und 57 Sekunden die Start- und Ziellinie vor Brest erreichen, will er Joyon dessen Rekord von 2008 streitig machen. Zweimal ist Coville zuletzt an der Bestmarke für Solosegler gescheitert. Im dritten Anlauf soll es nun mit dem rund 32 Meter langen Trimaran "Sodebo Ultim" endlich klappen. Coville selbst will vor dem Jahreswechsel zurück sein. Das Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr: Er hält den aktuellen 24-Stunden-Rekord mit sagenhaften 714 Seemeilen.

Sodebo Arbeitsplatz mit Aussicht: Thomas Coville auf "Sodebo Ultim"

Idec Sport "Idec Sport"-Navigator Boris Herrmann

Auch Francis Joyon ist mit "Idec Sport" in Brest im "Standby"-Modus, will den Jules-Verne-Rekord mit seiner Mannschaft unterbieten, der auch Boris Herrmann angehört. Joyons Team hatte jedoch das Wetterfenster, das Coville für seinen Start nutzte, für die eigenen Zwecke als nicht gut genug bewertet und wartet weiter. Aktuell ist für das Team jedoch kein gutes Wetterfenster in Sicht, weshalb Herrmann am Dienstag zunächst heimfliegt. "Wir haben unterschiedliche 'Benchmarks'", erklärt Navigator Herrmann. "Er braucht 16 Tage bis zum Kap der Guten Hoffnung, wir 12." Dadurch passte das Fenster für Coville besser als für "Idec Sport".

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Sodebo Thomas Coville kurz vor dem Start mit seiner Familie

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Sodebo In den ersten 24 Stunden erreichte Coville mit "Sodebo Ultim" eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 30 Knoten


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