25 Jahre nach der Premiere: Matchrace-Gipfel im Herbst
Match Race Germany auf Comeback-Kurs

Zweieinhalb lange Pandemie-Jahre mussten Matchrace-Fans warten: Im Herbst steigt der 23. deutsche Duellsegel-Klassiker wieder vor Langenargen auf dem Bodensee

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 17.01.2022
Im Traumrevier vor Alpenkulisse: Das Match Race Germany verströmt seit 25 Jahren seine ganz eigene Magie und lockt die besten Duellsegel-Teams aus aller Welt auf den Bodensee Im Traumrevier vor Alpenkulisse: Das Match Race Germany verströmt seit 25 Jahren seine ganz eigene Magie und lockt die besten Duellsegel-Teams aus aller Welt auf den Bodensee Im Traumrevier vor Alpenkulisse: Das Match Race Germany verströmt seit 25 Jahren seine ganz eigene Magie und lockt die besten Duellsegel-Teams aus aller Welt auf den Bodensee

Match Race Germany Im Traumrevier vor Alpenkulisse: Das Match Race Germany verströmt seit 25 Jahren seine ganz eigene Magie und lockt die besten Duellsegel-Teams aus aller Welt auf den Bodensee

Das Match Race Germany macht nach zweieinhalb Jahren Pandemie-Pause wieder mobil: Die Organisatoren von Deutschlands bekanntester Duellsegelregatta segeln auf Kurs Comeback im Herbst. Ihren Stammtermin über Pfingsten haben die Macher vom Match Center Germany in Langenargen vorsorglich bereits auf Ende September verschoben. Die 23. Edition des einzigen deutschen Tour-Stopps der World Match Racing Tour findet vom 29. September bis zum 3. Oktober statt.

Nico Martinez/MRG Eine der attraktivsten und spannendsten Regattaformen des Segelsports: Matchrace-Duelle

"Das ist cool, ich freue mich sehr darauf und werde meine Jungs zusammentrommeln", sagte der Hamburger Steuermann Max Gurgel, der bei der 22. Auflage 2019 mit seinem Team vom Hamburger Segel-Club als bester Deutscher bis ins kleine Finale vordrang und im internationalen Showdown Platz drei erkämpfte. Gesegelt und gefeiert wird die nächste Auflage des führenden deutschen Match Race Grand Prix im ausklingenden September und Anfang Oktober jubiläumsreif: 25 Jahre nach der Premiere 1997! Im Frühherbst dieses Jahres soll die Bodensee-Segelbühne vor spektakulärer Alpenkulisse endlich wieder ins internationale Rampenlicht rücken. Die Veranstalter erwarten zum deutschen Duellsegel-Klassiker Zehntausende Besucher in der Matchrace-Herzschlagkammer im Langenargener Gondelhafen und an den umliegenden Ufern.

CHRISTOF GRANDL/MRG Segelten bei der letzte Edition – angefeuert von vielen Fans – auf Platz drei: Max Gurgel und sein Hamburger Team waren 2019 bestes deutsches Team im Match Race Germany

Match Race Germany/Christof Grande Jagdszenen auf dem Bodensee, wo das Match Race Germany regelmäßig Zehntausende Besucher lockt. Hier liegt die Crew um den beim Publikum beliebten Österreicher Max Trippolt in Führung

„Wir nehmen mit voller Kraft Kurs auf das Comeback“, sagt Event-Manager Harald Thierer nach intensivem Austausch mit der Sponsorenfamilie, mit dem Team vom Yacht-Club Langenargen und den Verantwortlichen des beliebten Ferienortes Langenargen im sonnigen Baden-Württemberg. Den Stammtermin über Pfingsten haben die Event-Manager bewusst schon jetzt im Januar durch ein ebenso langes Wochenende mit Finale am freien Montag (Tag der Deutschen Einheit) in der zweiten Jahreshälfte ersetzt. Damit weichen die Matchrace-Macher möglichen Unwägbarkeiten im dritten Pandemiejahr weitsichtig aus und setzen auf die Rückkehr ihres Publikums-Magneten im zweiten Halbjahr. „Wir sind eine Großveranstaltung, ein Segel-Volksfest, wo gerne zugeschaut und gemeinsam mit den Sportlern gefeiert wird. Das wird Ende September hoffentlich wieder mit mehr Leichtigkeit möglich sein“, sagt Harald Thierer.

Felix Kaestle Auf den Matchrace-Kursen geht es zur Sache: Hier diskutiert die Crew um Dejan Presen eine Entscheidung

Auch die internationale Matchrace-Elite fiebert dem Neustart auf breiter Ebene entgegen. „Wir planen in engem Kontakt zur World Match Racing Tour. Die On- und Off-Phasen in der Pandemie waren fordernd für viele. Wir haben die Off-Zeiten genutzt, uns weiterzuentwickeln. Das Match Race Germany ist ein starkes World-Tour-Event, das über Jahrzehnte gesund gewachsen ist und daher auch die Pandemie-Auszeit gut überstanden hat. Wir wissen von unseren Top-Seglern, dass sie der Rückkehr zum weltumspannenden Circuit und zum Match Race Germany entgegenfiebern“, sagt Sportdirektor Eberhard Magg. Ende September dieses Jahres soll die Erfolgsstory des deutschen Matchrace-Gipfels als beliebtes Segel- und Entertainment-Event fortgeschrieben werden. „Das wünschen sich Segler, Fans und unsere Partner von Herzen. Dafür arbeiten wir“, so Magg. Gesegelt wird traditionell auf den größten Yachten (B40 S) der World Match Racing Tour. Die Rennleitung wird in gewohnt souveräner Weise vom Yacht Club Langenargen um Wettfahrtleiterin Sabine Brugger übernommen.

tati Haben Tradition im Match Race Germany und erinnern an viele Höhepunkte in 25 Jahren Geschichte: die bunten Bänder fürs Handgelenk

Ebenso wie das Match Race Germany wird auch die World Match Racing Tour 2022 wieder Fahrt aufnehmen. Geplant sind 19 Events in zwölf Ländern. Neu dabei sind Regatten Ende Mai in Puerto Rico und Mitte Juni Italien. Das Jahr 2022 bringt die 22. Saison der World Match Racing Tour, die als älteste Profiserie des Segelsports mit „Special Event“-Status des Weltseglerverbandes World Sailing gilt. International geht es bei „World Tour“-Events und „World Championship”-Events um wertvolle Punkte für die Weltrangliste und die optimale Positionierung der Besten für das Saisonfinale.

Zu allen Events sind männliche, weibliche und Mixed-Teams zugelassen. Die Saison beginnt mit zwei Klassikern: dem Ficker Cup und dem Congressional Cup beim gastgebenden Long Beach Yacht Club. „Die letzten 18 Monate waren ganz sicher fordernd für viele internationale Sportereignisse“, sagte James Pleasance, Executive Director der World Match Racing Tour, „wir sind aber glücklich, einen vollen und hochkarätigen Terminkalender für 2022 präsentieren zu können und freuen uns sehr auf die Rückkehr von Weltklasse-Matchracing-Events in diesem Jahr.“

tati Ein Blick zurück in 25 Jahre Match Race Germany: 2013 – damals noch ohne Laser-WM-Titel und olympische 49er-Bronzemedaillen – traten Deutschlands erfolgreichste Olympiasegler des vergangenen Jahrzehnts als Youngster im deutschen Matchrace-Klassiker an (v.r.): Steuermann und Laser-Könner Philipp Buhl, 49er-Steuermann Justus Schmidt, Michael Seifarth, 40er-Vorschoter Max Boehme und 49er-Vizeweltmeister Erik Heil. Die Newcomer lernten damals viel, genossen die Erfahrung, zahlten als Elfte im Feld von zwölf Profi-Teams aber auch Lehrgeld


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Themen: Match Race Germany

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