Rolex Sydney Hobart
"Comanche" übernimmt das Kommando

Jim Clarks rot-schwarzer 100-Fußer "Comanche" hat nach spektakulärem Start die Führung im 70. Rolex Sydney Hobart Race übernommen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 26.12.2014

Rolex/Carlo Borlenghi Startszene vom 70. Rolex Sydney Hobart Race 2014: Am oberen rechten Bildrand ist die rot-schwarze "Comanche" zu sehen

Jim Clarks top-favorisierte neue "Comanche" hält zum Auftakt des 70. Rolex Sydney Hobart Race, was sich ihr Eigner und die Crew von ihr versprochen haben. Die erst im Oktober fertiggestellte 100-Fuß-Supersegelyacht raste der Konkurrenz nach dem Startschuss zum Langstreckenklassiker am zweiten Weihnachtstag davon. Bereits nach knapp fünf Minuten hatte das Geschoss mit Skipper Ken Read am Steuer an der ersten Wendemarke sagenhafte 38 Sekunden Vorsprung vor der ebenfalls 100 Fuß langen Rekordhalterin "Wild Oats XI". Als dritte Yacht folgte "Ragamuffin 100" von Segellegende Syd Fisher, der auch im Alter von 90 Jahren noch Spaß daran hat, eine Crew in das Rennen seines Lebens zu schicken.

"Comanche" beeindruckte nicht nur mit atemberaubenden Geschwindigkeitspotenzial. Der Segel-Bolide stob davon, als wäre er allein auf der Bahn. "Comanches" Crew-Liste liest sich wie ein "Who’s Who" des internationalen Profisegelsports: Unter dem Kommando von America's-Cup- und Volvo-Ocean-Race Skipper Ken Read arbeiten weitere 21 internationale Segler für den angestrebten ersten Erfolg des Verdier/VPLP-Neubaus. Darunter der zweimalige America's-Cup-Sieger Jimmy Spithill, Whitbread-Sieger Kimo Worthington und Navigatoren-Legende Stan Honey sowie eine Armada mehrfacher Weltumsegler und Cup-Jäger. Jim Clarks Ehefrau Kristy Hinze Clark dagegen ist nicht an Bord. Das ehemalige Supermodel hatte sich in letzter Minute gegen den Einsatz entschieden und den Start gemeinsam mit ihrem Mann, "der Liebe meines Lebens", verfolgt. Die Mutter zweier kleiner Töchter sagte: "Wir wünschen unserem großen Mädchen viel Glück! Möge sie Hobart schnell und sicher erreichen."

Mit imposanter Geschwindigkeit hat Jim Clarks "Comanche" die Führung nach dem Start am 2. Weihnachtstag übernommen

Stefan Lehnerts Turner 56 "Passion 4 C" lag sieben Stunden nach dem Start nach gesegelter Zeit auf Platz 57 im Feld der insgesamt 117 Yachten. In seiner Klasse IRC-Division II bedeutete das zunächst Rang 19. Der zweimalige Admiral's-Cup-Sieger aus Bremen startete mit Sohn Philipp und einer internationalen Crew auf der GER 6262 ins Rennen. Die bei Knierim Yachtbau entstandene "Caro" von Max Klink mit dem deutschen Weltumsegler Michael Müller lag nach gesegelter Zeit zunächst auf Rang elf. Die Botin 65 konnte sich in der IRC-Division 0 auf Platz sechs behaupten. In ORCi-Division 1 bedeutete das vorerst sogar Platz drei.

Rolex/Carlo Borlenghi Start vor prächtiger Kulisse: "Comanche" führt das Feld aus dem Hafen von Sydney an. Die Flotte der 117 Yachten strebt dem Zielhafen Hobart entgegen

Der angesagte starke Südwind stellte die Segler schon am ersten Nachmittag auf die Probe. Vier Yachten mussten bereits umkehren. Der Rest der Flotte raste dem 628 Seemeilen entfernten Zielhafen Hobart entgegen, wo die schnellsten Yachten bereits am Samstag erwartet werden. Zehntausende Fans hatten den Starthafen Sydney am 2. Weihnachtstag besucht und den Seglern am sogenannten "Boxing Day" eine begeisterte Abschiedskulisse beschert.

Rolex/Carlo Borlenghi "Wild Oats XI" zählt zu den ernsthaftesten Konkurrenten der "Comanche" von Jim Clark

Rolex/Carlo Borlenghi Vor dem Start herrschte dichtes Gedränge auf den Docks


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